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Stoppt ausbeuterische Kinderarbeit!

14.11.08 - Unter dem Motto "Stoppt Ausbeutung!" rufen UNICEF und die Organisation TransFair zum Kampf gegen Kinderarbeit und für den Fairen Handel auf. Mit den Spenden aus der Aktion werden Hilfsprogramme für Kinder in Indien, Burkina Faso, Ecuador und auf den Philippinen unterstützt. UNICEF schätzt, dass weltweit fast jedes siebte Kind zwischen fünf und 14 Jahren arbeitet - das sind etwa 158 Millionen. Rund 8,4 Millionen Mädchen und Jungen haben ein besonders schweres Schicksal und werden als Zwangsarbeiter, Schuldknechte oder Prostituierte versklavt.

Schwerpunkt der Aktion sind die Arbeitsbedingungen in der Herstellung von Baumwolle und Textilien. Ein Riesen-T-Shirt wird an den Adventswochenenden in den Fußgängerzonen verschiedener Städte zu sehen sein und den Zusammenhang zwischen der üblichen Schnäppchenjagd hierzulande und den Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern vor Augen führen.

Hoher Preis für billige Schnäppchen

"Millionen Kinder müssen unter gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten, weil sie und ihre Familien sonst nicht überleben können. Wir alle können etwas tun, um diese Ausbeutung zu beenden", sagte Eva Luise Köhler zum Start der Aktion in Berlin. "Kleider sollten gut ausssehen - wir sollten sie aber auch mit gutem Gewissen tragen können", erklärte Top-Modell Eva Padberg. "Wir als Kunden sollten im Geschäft nachfragen: Wer zahlt vielleicht einen hohen Preis für unser Schnäppchen."  

Fair gehandelte Baumwolle steht verglichen mit anderen Produkten wie Kaffee oder Fruchtsaft erst am Anfang. Umfragen von Konsumforschern zeigen, dass 80 Prozent der deutschen Verbraucher sich faire Produkte wünschen. UNICEF und TransFair haben große Textil-Unternehmen in einem Brief aufgefordert, mehr Produkte aus fair gehandelter Baumwolle auf den Markt zu bringen.

Schule statt Arbeit

"Der beste Schutz vor Kinderarbeit sind gute Schulen für alle Kinder und gerechte Arbeitsbedingungen für ihre Eltern", erklärte der UNICEF-Vorsitzende Dr. Jürgen Heraeus. Im südindischen Bundesstaat Anda Pradesch schuften rund 200.000 Kinder aus armen Familien in der Baumwollherstellung. Besonders Mädchen sind beliebt, weil sie geschickt und fügsam sind. Elf, zwölf Stunden verbringen sie auf dem Feld. Das ist anstrengend und auch gefährlich, denn auf den Feldern werden starke Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. Viele leiden unter Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Atemnot.

Lest hier, wie UNICEF diesen Kindern hilft. Infos zu den anderen Programmen findet Ihr rechts in der Box.

UNICEF Deutschland ist gemeinsam mit 35 anderen Organisationen Mitglied von TransFair. Der Verein fördert den fairen Handel mit Entwicklungsländern und vergibt ein Siegel für fair hergestellte Produkte.

 

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