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Ein Mädchen im Süd-Sudan auf dem Weg zur Schule: Mit Stuhl und Brotdose | UNICEF/NYHQ2007-0875/Georgina Cranston

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Südsudan: Ein Land wird unabhängig

Baustein 1

Landkarte Sudan
LupeLandkarte vom Sudan: Der Südsudan wird am 9. Juli 2011 unabhängig.

8. Juli 2011 - Der 9. Juli 2011 ist für die Menschen im Südsudan ein ganz besonderer Tag: Das Land erklärt seine Unabhängigkeit und trennt sich vom Rest des Sudans. Das bedeutet, dass der Süden des Sudans, der bisher als eine Region innerhalb des gesamten Landes galt, ab sofort ein eigenständiger Staat ist.

Der Südsudan macht diesen Schritt, weil es in der Vergangenheit zu viele Konflikte mit dem Norden gab. Der Bürgerkrieg soll endlich vorbei sein. Aktuell gibt es jedoch immer noch viel Gewalt an der Grenze zwischen Norden und Süden. Denn nicht alle freuen sich über die Unabhängigkeitserklärung. Schießereien und Bombardierungen machen den Menschen Angst. Viele sind vor der Gewalt auf der Flucht. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder.

Gefährliches Land für Kinder

Unterricht im Freien: Im Bürgerkrieg wurden viele Schulen zerstört | Foto: UNICEF/NYHQ2007-0863/Georgina Cranston
LupeUnterricht im Freien: Im Bürgerkrieg wurden viele Schulen zerstört.

Der Südsudan ist als jüngster Staat Afrikas einer der gefährlichsten Orte der Welt für Kinder. So schätzt UNICEF die Lage ein. Auch nach dem viele Jahre andauernden Krieg mit dem Norden leiden die Kinder im Südsudan weiter unter extremer Armut, Krankheiten und Hunger. Jedes fünfte Kind ist mangelernährt. Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen war noch nie in der Schule.

UNICEF ruft alle Länder weltweit dazu auf, die Kinder und Jugendlichen im Südsudan zu unterstützen. UNICEF-Direktor Anthony Lake aus New York sagt: "Wir müssen alles tun, damit diese Generation der Unabhängigkeit überlebt und sich entwickeln kann."

Was tut UNICEF?

Nicht alle Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser | Foto: UNICEF/NYHQ2007-0872/Cranston
LupeNicht alle Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser.

UNICEF arbeitet bereits seit vielen Jahren im Südsudan. In folgenden Bereichen hilft UNICEF den Kindern ganz besonders:

  • Überleben: UNICEF impft die Kinder im Südsudan gegen gefährliche Krankheiten. Zum Schutz vor der Krankheit Malaria erhalten Familien Moskitonetze.
  • Wasser: In vielen Gebieten des Landes gibt es noch kein sauberes Trinkwasser. UNICEF will in diesem Jahr für 300.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser einrichten.
  • Bildung: UNICEF setzt alles daran, um die Kinder im Südsudan in die Schule zu bringen. Denn Bildung ist eine sichere Grundlage für den Frieden im Land. Kinderfreundliche Schulen werden eingerichtet, die Kinder erhalten Lernmaterial wie Hefte und Schultaschen. Lehrer werden geschult und ausgebildet, damit sie den Schülern einen guten Unterricht bieten können.
  • Kinderschutz: Wegen des Bürgerkriegs gab es im Südsudan auch viele Kindersoldaten. UNICEF kümmert sich mit speziellen Betreuungsangeboten darum, dass ehemalige Kindersoldaten wieder in ein normales Leben zurückkehren können.