
schutz vor gewalt - aktionen
Panoramabild "Schutz vor Gewalt"
Infomiere Dich
Macht Befragungen zum Thema Gewalt
Macht Interviews mit Erwachsenen. Fragt sie, was sie unter Gewalt gegen Kinder verstehen:
- Halten sie es für richtig, Kinder mit Schlägen zu bestrafen?
- Kennen sie das Gesetz, das Gewalt gegen Kinder verbietet?
- Halten sie eine Ohrfeige oder einen Klaps auf den Po trotzdem für erlaubt?
- Haben sie ihre Kinder geschlagen, wann und warum?
- Was könnten die Gründe sein,...
- ... dass manche Eltern Kinder schlagen, um sie zu bestrafen?
- ... dass einige Erwachsene Kinder beschimpfen oder demütigen?
- ... manche Eltern ihre Töchter sehr jung verheiraten?
- ... manche Eltern ihre Kinder vernachlässigen
Macht auch Interviews mit Kindern und Jugendlichen, um herauszufinden, welchen Formen von Gewalt sie zu Hause und in der Schule erleben. (Anregungen für Fragen findet Ihr auf dem Arbeitsblatt zum ausdrucken) Macht das Ergebnis der Befragungen bekannt. Berichtet vor Personen des öffentlichen Lebens, die Einfluss auf die Eltern und Lehrer haben, wichtigen Kirchenmitgliedern, Stadt- und Regierungsbeamten, die ihr auch einladen könnt. Schreibt über Eure Ergebnisse einen Bericht in der Schülerzeitung oder für die Tageszeitung.
Rettungsinseln
Rege an, dass Geschäfte, die an einem Schulweg liegen, besonders auf Kinder in Not achten. Entwirf ein „Schutz für Kinder“-Symbol, das sie an ihrem Schaufenster anbringen. Such Dir Unterstützung bei Deinen Eltern, in der Schule, beim Bürgermeister oder der Polizei.
Gewalt zwischen Kindern
Gewalt gegen Kinder wird nicht nur von Erwachsenen ausgeübt. Auch Kinder untereinander können sich quälen, schlagen oder misshandeln. Wie steht’s mit der Gewalt in Deiner Clique? In Deiner Klasse? In Deiner Schule? Wie geht Ihr miteinander um? Was tut Ihr dagegen? Besprich mit Deinen Freundinnen und Freunden, wie Ihr Frieden halten wollt.
„Nein“ sagen lässt sich lernen
In vielen Situationen müssen sich Kinder behaupten, z.B. gegenüber den Mitschülern, einem Freund oder einem Fremden. Die Erfahrung zeigt, dass ein selbstbewusstes Auftreten als Schutzschild wirkt. Kinder können lernen sich selbst zu behaupten und in bestimmten Situationen „Nein“ zu sagen. Hier setzen Konzepte der „Selbstbehauptungskurse“ an.
Wer hilft? Beratungsstellen kennen lernen
Für misshandelte Kinder gibt es Hilfe. Auch an Eurem Schulort gibt es sicherlich eine oder mehrere Beratungsstellen und Hilfsangebote für Kinder. Kein Kind muss Angst haben oder sich schämen, dorthin zu gehen und sich jemandem anzuvertrauen. Lernt diese Beratungsstellen kennen. Ihr könnt auch Leute von der Beratungsstelle an Eure Schule in den Unterricht einladen. Sprecht mit Eurer Lehrerin oder Eurem Lehrer (oder dem Vertrauenslehrer). Macht eine Adressenliste. Hängt sie in Eurer Schule ans Schwarze Brett. Ihr könnt dort auch für eine Freundin oder einen Freund um Hilfe bitten.
Wenn Du selbst Angst hast, dass Dir jemand etwas tun will, lauf so schnell wie möglich in ein Geschäft. Rufe die Polizei an. Die Notrufnummer: 110. Du kannst sie mit jedem Telefon kostenlos anrufen.
Wenn Du siehst, wie auf der Straße oder im Bus jemandem Gewalt angetan wird, misch Dich nicht selbst ein, sondern hole Hilfe. Du selbst kannst helfen, indem du von einer geschützten Stelle aus genau hinschaust wie die Gewalttäter aussehen, was sie anhaben, wie groß sie sind, du kannst Dir auch Autokennzeichen merken. Damit kannst Du später der Polizei helfen.
Eine Stunde zum Thema Schutz vor Gewalt
Einen Anti-Gewalt-Rap dichten
Dichtet einen Rap über das Thema Gewalt und übt ihn ein. Den Rap führt Ihr bei einer Schulveranstaltung vor, z.B. am Weltkindertag.
Die Faust
Macht eine kleine Übung in Eurer Klasse und fangt an darüber nachzudenken, wie sehr Gewalt als „normal“ angesehen wird. Fordert jeden auf, sich einen Partner zu suchen. In jeder Gruppe hebt einer die Hand und macht eine Faust, die der andere versuchen soll zu öffnen. Nach kurzer Zeit beendet Ihr die Übung und fragt nach, wie die anderen versucht haben, die Faust zu öffnen. Wahrscheinlich werden die meisten versucht haben, sie durch Kraft zu öffnen, dabei hätten sie nur ihren Partner bitten müssen, sie zu öffnen. Redet über die Situation und über Gewalt in der Gesellschaft!
Gedichte und Geschichten gegen Gewalt schreiben
Überlegt euch, was man gegen Gewalt tun könnte. Schreibt „Friedens-Gedichte“ und „Friedens-Geschichten“ und malt Bilder dazu. Stellt daraus ein „Anti-Gewalt-Buch“ zusammen.
T-Shirts mit Anti-Gewalt-Slogans bedrucken
Informiert Euch über die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Kinder. Überlegt Euch dann gute Slogans gegen Gewalt, z.B.:
- Schlag Dich auf die Seite der Kinder
- Kinder haben keine Schlagseite
Schreibt oder druckt Eure Slogans auf T-Shirts. Macht einen Info-Stand an einem Ort in der Stadt, sprecht dort möglichst viele Leute an und berichtet, was Ihr über Gewalt gegen Kinder erfahren habt. Tragt Eure Anti-Gewalt-T-Shirts und verkauft sie gegen Spenden für ein bestimmtes Projekt.
Gewalt-Szenen spielen
Überlegt Euch verschiedene Szenen, bei denen Gewalt gegen Kinder ausgeübt wird und was man tun kann, um sie zu vermeiden. Spielt diese Szenen vor Publikum und macht dadurch auf die Gewalt gegen Kinder aufmerksam. Ladet die Presse zu Eurer Veranstaltung ein.
Gewalt in den Medien
Wie verbreitet ist Eurer Meinung nach die Gewalt in den Medien für Kinder und Jugendliche? Dazu gehören zum Beispiel Jugendmagazine und Comics, Fernseh- und Radioprogramme, Pop-Musik und Filme. Nehmt eine Medienform als Beispiel und erstellt in kleinen Gruppen eine Übersicht die dabei hilft, Informationen zu Fragen zu sammeln (Welche Art von Gewalt wird gezeigt? Wie oft werden Gewalttaten gezeigt?) Sammelt Informationen und berichtet der Gruppe, was Ihr gefunden habt. Diskutiert anschließend! Welche Auswirkungen hat die Gewalt in den Medien auf Kinder? Und auf die Gemeinschaft? Wird Gewalt auch als lustig dargestellt? Wie beeinflusst das die Weise, wie Kinder über Gewalt denken? Stellt Eure Ergebnisse vor. Diskutiert auch, was bezüglich der Gewalt in den Medien besser gemacht werden könnte.
Eine Klagemauer errichten
Sammelt Berichte über oder von misshandelten Kindern. Besorgt Euch Pappkartons und klebt auf jeden Pappkarton eine der Geschichte mit Foto. Baut mit diesen Kartons eine „Klagemauer“ an einem öffentlichen Ort, z.B. in der Innenstadt. Sammelt Spenden für ein Anti-Gewalt-Projekt, das Ihr auf einer Tafel beschreibt. Für einen Spendenbetrag, den Ihr vorher festlegt, könnt Ihr z.B. auch jeweils einen Karton abräumen, so dass die Klagemauer kleiner wird. Die Hilfe wird dadurch sichtbar.
Eine „gewaltige“ Ausstellung machen
Sammelt Berichte und Fotos von Gewalthandlungen, von Gewalthandlungen gegen Kinder, aber auch von „alltäglicher“ Gewalt. Macht darauf aufmerksam, wie viel Gewalt unseren Alltag, aber auch den der Menschen weltweit bestimmt. Sammelt Unterschriften gegen Gewalt und gebt sie an dafür verantwortliche Stellen weiter.
extras
news-thema
30. Juni 2011: Kinder vor Gewalt schützen
buchtipp
Christa Zeuch: Moonskater (2004)
Als er mal wieder vom Freund seiner Mutter verprügelt wird, haut Boris von zu Hause ab. Eine zeitlang schlägt er sich als Straßenkind in Berlin durch...











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