jubos in aktion

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Gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Klasse 7b des Immanuel-Kant Gymnasiums aus Bad Oeynhausen spielt Theaterstück im Kieler Landtag

Baustein 1

Foto: landtag-sh/rs

Für die Klasse 7b des Immanuel-Kant Gymnasiums in Bad Oeynhausen war der 8.3.2011 wohl der Höhepunkt ihrer gemeinsamen Schulzeit. Sie hat ihr lang geprobtes Theaterstück im Schleswig-Holsteinischen Landtag vor 200 Menschen aufführen dürfen. Anlass war die Fotoausstellung  „Ich krieg dich – children affected by war“  von World Vision im Foyer des Kieler Landtages. Der Landtagspräsident Torsten Geerdts hatte die Kinder bereits im Frühjahr 2010 eingeladen, zur Eröffnung der Ausstellung aufzutreten. Das ließ sich die Klasse nicht zweimal sagen und war sofort Feuer und Flamme.

Baustein 2

Am Abend waren die Beteiligten sehr aufgeregt und hatten Angst, dass etwas nicht reibunglos klappen oder jemand seinen Text vergessen würde. Vor dem Auftritt der Klasse 7b führten der Landtagspräsident Torsten Geerdts und Ekkhard Forberg (World Vision) mit Reden in die Ausstellung ein. Anschließend hatte die Schulklasse 4a von der Fehrs-Schule aus Itzehoe ihren großen Auftritt. Sie machte mit selbsterstellten Plakaten auf die Kinderrechte der Kindersoldaten in Afrika, aber auch auf  Kinderrechtsverletzungen in der ganzen Welt aufmerksam. Vor dem Theaterstück führte die Klassenband der 7b ein selbstgeschriebenes Lied von Nils Freyer auf, der selbst am Keyboard spielte. Jonas Niedermowe (Gast-Schlagzeuger aus Löhne) hatte am Schlagzeug seinen perfekten Auftritt und Joah Degenkolb und Vincent Caesar sangen dazu den Text. Das Lied soll dazu aufrufen, Anti-Kindersoldaten-Projekte zu unterstützen und nicht tatenlos zuzusehen.

Dann war die Stunde der Wahrheit für die Schauspieler der Klasse 7b gekommen und sie machten ihren Job exzellent. Kein Schauspieler hatte irgendeine offensichtliche Panne und wenn etwas Unvorhergesehenes passierte, wurde dies durch spontane Improvisation ausgeglichen. Die Schüler waren bei der Aufführung am Abend hochkonzentriert und sprachen so kräftig und deutlich wie noch nie. Sie wuchsen regelrecht über sich hinaus, sodass die restliche Schulklasse und die Lehrerin eine Gänsehaut bekamen. Sie ließen sich von dem Zeitdruck und dem Stress beim Proben überhaupt nichts anmerken und lösten ihre Aufgabe mit Bravour, was auch vom Publikum mit tosendem Applaus honoriert wurde. Da machte sich die viele Arbeit, das Sprechtraining und viele Atemübungen mit der Logopädin Ulrike Meyer bezahlt.

Ein Bericht von Maximilian Constantin Weber, 7b

Die Schüler sangen ein selbst geschriebenes Lied, das andere dazu auffordert, sich für Kindersoldaten einzusetzen.