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Abschaffung der Mädchenbeschneidung bis 2015
Am 06. Februar ist internationaler Tag gegen die Beschneidung von Mädchen
Baustein 1
06. Februar 2011 - Am 06. Februar ist internationaler Tag gegen die Beschneidung von Mädchen. In vielen afrikanischen und arabischen Ländern ist diese Praxis auch heute noch weit verbreitet. Unter meist lebensgefährlichen Bedingungen werden täglich mehrere Tausend Mädchen beschnitten und das, obwohl es mittlerweile fast überall verboten ist. UNICEF setzt sich dafür ein, dass die Beschneidung/Genitalverstümmelung von Mädchen bis 2015 abgeschafft wird und unterstützt Initiativen in Ländern wie Ägypten, Äthiopien, Guinea oder im Senegal.
Eine neue UNICEF-Studie zeigt jetzt, dass auch in Ländern, in denen die Praxis noch stark verbreitet ist, ein Bewusstseinswandel begonnen hat. In Ägypten sank zum Beispiel der Anteil der Frauen, die sagten, ihre Töchter müssten beschnitten werden, von 82 Prozent (1995) auf 63 Prozent. In Äthiopien halbierte sich der Anteil der Befürworter von 60 Prozent (2000) auf 31 Prozent. Im Sudan waren in den 90er Jahren noch 79 Prozent der Frauen für die Praxis – 2006 waren es noch rund 51 Prozent.
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Was bedeutet "Beschneidung"?
Baustein 2
Bei der "Mädchenbeschneidung", die von vielen auch als "Genitalverstümmelung" bezeichnet wird, wird den Mädchen ein Teil der äußeren Geschlechtsorgane herausgeschnitten. So soll ihre Sexualität "gezügelt" werden. Die Beschneidung wird meist von älteren Frauen an nur wenige Tage alten Babys, aber auch an Mädchen in der Pubertät vorgenommen. Meist wird die äußerst schmerzhafte Operation ohne chirurgische Instrumente oder Fachwissen und ohne Betäubung durchgeführt. Viele beschnitte Mädchen leiden ihr Leben lang unter gesundheitlichen Problemen, manche werden durch Infektionen und Blutverlust schwer krank, einige sterben sogar.
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UNICEF setzt sich ein
Baustein 3
Die Beschneidung soll die jungfräuliche Reinheit der Mädchen für die Ehe garantieren. Mütter lassen ihre Töchter beschneiden, weil sie Sorge haben, diese könnten sonst keinen Mann finden. Deshalb lassen auch Frauen, die selbst unter der Beschneidung gelitten haben, ihre Töchter beschneiden. Obwohl die Frauen sich allmählich gegen die Beschneidung auflehnen, wird sie traditionell von Frauen durchgeführt und mit der Unterstützung von Männern aufrechterhalten. Aber es gibt gute Beispiele, wie die Tradition gestoppt werden kann: zum Beispiel im Senegal, wo sich ganze Dorfgemeinschaften mit Unterstützung von UNICEF gegen die Beschneidung ihrer Mädchen zusammenschließen.
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buchtipps
Dirie, Waris: Wüstenblume
Knaur Verlag München
Das Buch erzählt die Geschichte von Waris Dirie, die als Nomadentochter in Somalia aufwuchs. Auch Sie wurde beschnitten. Als sie gegen ihren Willen verheiratet werden sollte, floh sie in die USA, wo sie ein neues Leben begann.
Dirie, Waris: Nomadentochter
Blanvalet Verlag München
In diesem Buch beschreibt Waris Dirie ihre abenteuerliche Reise zurück nach Somalia, um ihre Eltern und Geschwister zu suchen, von denen sie nicht einmal genau weiß, ob sie noch leben.















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