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Meine Mutter ist wegen der Dürre sehr arm

Alizeta Ouedraogo ist 16 Jahre alt und kommt aus Burkina Faso. Sie hat 2007 am BioVision Children’s Forum in Lyon, Frankreich teilgenommen. Bei dem Forum ging es um Themen wie Wasserversorgung, Landwirtschaft, Umwelt und Energie. Besonderes Ziel war es, Jugendliche zu Wort kommen zu lassen, damit sie von den Führungskräften von Wissenschaft und Industrie gehört werden.

Alizeta’s Geschichte:

„Burkina Faso liegt in der Sahel-Zone. 90% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Ackerbau und Viehzucht sind die Haupteinnahmequellen des Familieneinkommens. In Dürre-Zeiten oder wenn die Weideflächen nicht gut sind, haben die Tiere nichts zu fressen.

So weit es meine Familie betrifft, sind die Weideflächen immer schlecht und wir haben nicht genug zu essen. Wir haben kein Geld, um Schulsachen für mich und meinen Bruder zu kaufen, oder Medizin, wenn wir krank sind. Meine Mutter ist wegen der Dürre sehr arm.

Für die Gemeinschaft ist es noch schlimmer geworden, seitdem alles, was gebraucht wird, von dem Geld bezahlt wird, das mit dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte eingenommen wird. Wenn die Weiden schlecht sind, kann nichts verkauft werden und es kann kein Geld ausgegeben werden. Jedes Jahr gibt es weniger zu essen. Kinder verlassen die Schule, weil sie sich die Schulsachen nicht mehr leisten können oder weil sie kein Geld haben, während des Schultages zu essen. Einige Kinder betteln oder stehlen, auch alte Leute betteln.

Mädchen lassen sich mit Geschäftsleuten ein. Sie prostituieren sich, häufig werden sie ungewollt schwanger oder stecken sich mit einer Krankheit an.

Die Menschen gehen nicht in die Gesundheitszentren. Einige Krankheiten haben ihre Ursache in einem Mangel an Hygiene.“

(aus: UNICEF: Climate Change and Children, 2007, S.11)

Feature Nargis

 

"Wir haben alles verloren"

Der Zyklon Nargis Anfang Mai 2008 war die schlimmste Naturkatastrophe in Myanmar seit Menschengedenken. UNICEF hilft seit dem ersten Tag, Hunderttausende Überlebende mit dem Nötigsten zu versorgen.

Ma Su Su (Bildmitte) und ihre dreijährige Tochter wissen nicht, wie es weitergehen soll. Viel über ihre Zukunft nachdenken können sie nicht. Im Moment beherrscht der Hunger alle Gedanken. Die 26-Jährige hat Zuflucht im Leikkukone Tempel in Pyapon gefunden - zusammen mit 3.000 anderen Opfern des verheerenden Wirbelsturms Nargis. Die junge Mutter erzählt von ihrem Schicksal:

„Es war der erste Geburtstag meiner kleinen Tochter. Gegen neun Uhr abends wurden wir wach, weil unsere Hütte voll Wasser lief. Schon länger hatte es gestürmt und der Himmel war schwarz. Plötzlich war überall Wasser. Unser Haus wurde einfach weggespült. Wir versuchten, auf einen Hügel zu laufen, aber überall flogen Bäume und Teile von Häusern durch die Luft. Meine kleine Tochter glitt mir aus den Armen und wurde von der Flut mitgerissen. Mein Mann versuchte, ihr hinterherzuschwimmen - ich sah ihn nie wieder.

Mit meiner älteren Tochter konnte ich mich an einem Baum festklammern, bis uns gegen Mitternacht ein Nachbar rettete. Unsere Arme und Gesichter waren ganz zerschnitten. Hier im Tempel müssen alle um etwas zu Essen und um Trinkwasser kämpfen. Es ist schrecklich. Wir haben die Menschen verloren, die wir liebten, und all unseren Besitz. Das einzige, das mir geblieben ist, ist meine Tochter. Die Leute sagen zwar, wir haben die Katastrophe überlebt. Aber das Überleben ist zur nächsten Katastrophe geworden.“

Jetzt wollen die Behörden die junge Mutter in ein anderes Flüchtlingslager in der Nähe bringen. Aber Ma Su Su will den Tempel nicht verlassen. Hier hat sie mittlerweile zumindest Kontakt zu anderen Flüchtlingsfrauen gefunden. In der ersten Woche nach dem Zyklon haben 17.000 Wirbelsturm-Opfer Zuflucht in Pyapon gesucht. Die Behörden haben Nahrungsmittel verteilt. UNICEF versorgt die betroffenen Gemeinden mit Hilfsgütern wie Medikamenten, Erste-Hilfe-Sets, Tabletten für die Wasserreinigung und Plastikplanen. Die Familien brauchen zudem dringend Seife, Waschpulver, Wasserkanister und Kochgeschirr.

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Unterzeile zum Video "your world, your voice, your future"

"Your World, Your Voice, Your Future!"

Englischsprachiges Video von UNICEF International über Kinderrechte und Klimawandel.