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"Straße der Kinderrechte" in Mellendorf

UNICEF vergibt 2009 zum zweiten Mal den Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule“ im Rahmen des JuniorBotschafter-Wettbewerbs. Ziel ist es, Kinderrechte auch als festen Bestandteil des Unterrichts zu etablieren. Gewonnen hat der "Arbeitskreis Kinderrechte" in Mellendorf!

In der Wedemark (Region Hannover/ Niedersachsen) haben Kinderrechte einen hohen Stellenwert: Insgesamt acht Straßenschilder in Mellendorf führen - vom Schulzentrum bis zur Jugendhalle - seit dem Weltkindertag 2008 den Namenszusatz "Straße der Kinderrechte". Entlang der Straße stehen fünf zum Teil meterhohe Kunstwerke, die von 50 Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit erwachsenen Künstlern aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt wurden. Die Werke symbolisieren verschiedene Kinderrechte und zeigen Szenen aus dem Kinderalltag. Das Großprojekt wurde gemeinschaftlich von fünf Schulen über einen Zeitraum von zwei Jahren umgesetzt. Initiator ist der „Arbeitskreis Kinderrechte“ aus der UNICEF-Arbeitsgruppe Südheide, der Gemeindejugendpflege Wedemark, der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V. und der Hannoverschen Volksbank.

Lest hier den Bericht zur Eröffnung der "Straße der Kinderrechte".

Die Einzelheiten

Das Projekt ist aus der ersten Kinderrechtswahl in der Gemeinde Wedemark 1999 entstanden und über mehrere Jahre gewachsen. Im Oktober 2006 hatten die Initiatoren des Arbeitskreises Kinderrechte die Idee zur „Straße der Kinderrechte“ und sprachen alle weiterführenden Schulen in der Gemeinde an, die begeistert ihre Teilnahme zusagten. So wurden Kinder von der Berthold-Otto-Schule (Förderschule), Klasse 3 bis 9, dem Gymnasium Mellendorf, Klasse 6 bis 10, der Kinder- und Jugend Kunstschule Wedemark e.V., der Konrad-Adenauer-Schule (Hauptschule), Klasse 6 bis 9, und der Realschule Wedemark, Klasse 6 bis 10, als JuniorBotschafter aktiv.

Bevor die Schüler loslegten, haben sie sich inhaltlich mit den Kinderrechten beschäftigt. Ein Metall-Kunstwerk zeigt zwei Kinder – eines davon im Käfig und eines davor auf einer Wiese – und symbolisiert das Recht auf Freiheit. Verschiedene Themen wie das Recht auf gewaltfreie Erziehung, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Ernährung stellt eine Naturstein-Sitzgruppe mit einem Durchmesser von über vier Metern dar. Am Mellendorfer Bahnhof steht eine dreiteilige Plakatwand mit drei fotografisch in Szene gesetzten Situationen: Armut und Unterdrückung links, die Utopie aller erfüllter Kinderwünsche rechts und die reelle Gegenwart in der Mitte. Ein „Weltherz“ aus Metall stellt die Erde als Herz dar. Es wird von einem engen Gürtel umschnürt und von einem Dach der Kinderrechte beschützt.

Die „Straße der Kinderrechte“ ist im September 2008 mit einem großen Demonstrationszug mit rund 2.000 Mellendorfer Schülerinnen und Schülern eingeweiht worden.

Begründung der Jury

Die „Straße der Kinderrechte“ ist wahrscheinlich ein bundesweit einmaliges Projekt – angefangen von der großartigen Idee über die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit Kinderrechten bis hin zur künstlerischen Umsetzung unter Beteiligung von vielen Schulen und der öffentlichkeitswirksamen Einweihung. Schul- und altersübergreifend sind viele Mädchen und Jungen beteiligt, die sich über mehrere Monate hinweg mit Kinderrechten beschäftigen. Aber auch Erwachsene werden durch die Kunstwerke und Schilder täglich an die Rechte von Kindern und Jugendlichen erinnert.

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Die "Straße der Kinderrechte"

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