
5. preis
„Ein Licht für Flores“ – Gemeinsam gegen Malaria
Die Kindertanzgruppe „Power Girls“ vom TSV Ramstein entzündete „Ein Licht für Flores“. Mit selbstgebastelten Laternen und Amuletten machten die Mädchen aus dem rheinland-pfälzischen Miesenbach auf die Situation von Malaria-Opfern auf der indonesischen Insel Flores aufmerksam und sammelten Spenden.
Die Einzelheiten:
Seit fünf Jahren tanzen die „Power Girls“ vom TSV Ramstein Hip Hop, Rock´n Roll und Schautanz. Ihre Trainerin Salinka Grün erzählte den 18 Mädchen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren nach einer Reise von den malariakranken Kindern auf der indonesischen Insel Flores. Sechs Monate lang hatte sie dort für die Yaspem-Stiftung des Ramsteiner Paters Heinrich Bollen gegen die Ausbreitung der Krankheit gekämpft. „Als wir die Bilder der kranken Kinder sahen, waren wir uns alle einige: Wir wollen helfen“, erklärte Angelina (11). Beim nächsten Training kam ihnen die Idee, auf dem Ramsteiner Zimt- und Waffelmarkt im Dezember selbstgemachte Laternen und Amulette zugunsten der Kinder von Flores zu verkaufen. „Kinder helfen Kindern“ war das Motto. „Wir wollen ein Licht für die Menschen auf Flores sein“, schrieb Angelina. An zwei Tagen ließen die Mädchen ihr Tanztraining ausfallen, um aus Transparentpapier und Folie schön gemusterte Lichter und Amulette zu basteln. Das Material spendeten die Trainer. An jeder Laterne hing ein kleiner Spruch, beispielsweise „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden als sich über die Dunkelheit zu beklagen“ (Konfuzius). Die Amulette aus Ton trugen kleine Drachen, ein Symbol für Glück und Schutz. Mit Flugblättern und durch die Presse machten sie auf ihre Aktion aufmerksam. An zwei Tagen waren die Lampen restlos ausverkauft. Zusammen mit den Drachenamuletten, gewebten Taschen und indonesischen Tüchern kam ein Erlös von 555 Euro zusammen. Spenden von Freunden und Verwandten brachten insgesamt fast 1.000 Euro für die Aktion. Maria Mediatrix, Direktorin der Yaspem-Stiftung, bedankte sich per E-mail: „Mit der Hilfe von Euch allen können wir weiter machen.“
Die Begründung der Jury:
Die „Power Girls“ haben bewiesen, dass sie nicht nur super tanzen können, sondern auch ein Herz für Kinder in Not haben. Sie haben ein Thema in die Öffentlichkeit gebracht, das nicht so bekannt ist: Malaria. Während Indonesien nach dem Tsunami viel Hilfe erhalten hat, wissen die wenigsten, wie viel Leid diese Krankheit dort Tag für Tag verursacht. Um Spenden für kranke Kinder zu sammeln und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, haben sich die Power Girls eine phantasievolle Aktion ausgedacht und in liebevoller Handarbeit umgesetzt. Statt zu tanzen haben sie Laternen und andere Materialien gebastelt und verkauft. Mit Flyern und Plakaten verbreiteten sie Informationen über die Situation der Kinder auf der Insel Flores. Auch die Medien berichteten über die Aktion.











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