
5. preis
Wasser-Gläser helfen Kindern
Jedes Kind hat ein Recht auf sauberes Trinkwasser. Dass Millionen von Kindern dieses Recht verwehrt bleibt, war für Katharina Thiefes aus Stolberg bei Aachen Anlass, eine Wasser-Kampagne zu starteten. Die 16-jährige Schülerin hat selbst bemalte Gläser mit Wassersymbolen wie Tropfen und Wellen verkauft, um damit UNICEF beim Bau von Brunnen und Latrinen zu unterstützen. „Ohne Wasser – kein Leben“ steht auch auf den selbst gemachten Armbändern, die sie zusammen mit den Gläsern in Kaufhäusern, an einem eigenen Stand oder im Freundeskreis verkauft hat. Insgesamt spendete sie knapp 700 Euro für Wasserprojekte an UNICEF.
Die Einzelheiten
Katharina Thiefes wollte schon lange für benachteiligte Menschen aktiv werden. Besonders interessiert die 16-Jährige der afrikanische Kontinent, wo Millionen von Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Es fehlte ihr allerdings noch das richtige Projekt. Lange diskutierte sie mit Freunden über Ideen zum Thema Wasser: Tropfen aus Tonkarton, Mobiles, Briefpapier und Schmuck mit „Tropfen-Logo“ standen zur Auswahl. Doch am Ende verwarf sie diese Ideen wieder und begann damit, einen Flyer zu entwerfen, der die wichtigsten Fakten zum Thema Wasser enthielt. Dann beschaffte sie sich bei einem Möbelhaus Gläser, die sie mit Tropfen und Wellen bemalte. Damit die Gläser auch spülmaschinenfest wurden, brannte Katharina sie im Backofen. Gleichzeitig beschaffte sie sich ein Wäscheband, aus dem sie kleine Armbänder bastelte.
Eigentlich ließ die Schule der Gymnasiastin nur wenig Zeit. Doch Katharina nützte jede freie Minute, um Briefe an Sponsoren wie Möbel- und Modehäuser zu schreiben und sie von ihrer Idee zu überzeugen. Viele Tage verbrachte Katharina damit, an einem Stand die bemalten Gläser zu verkaufen, über die Wasserproblematik zu informieren und Spenden zu sammeln. Insgesamt verkaufte Katharina exakt 371 Gläser. Parallel kümmert sie sich um die öffentliche Wirksamkeit und schreibt Zeitungen an, die sie mit Erfolg darum bittet, über ihre Aktion zu berichten.
Begründung
Mit Ausdauer, Mut und Hartnäckigkeit hat sich Katharina einem Problem gewidmet, das in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung findet. Um auf die weltweite Wasserknappheit und auf Gefahren durch verunreinigtes Wasser für Millionen Kinder hinzuweisen, zeigte Katharina ein außerordentliches Engagement. In mühevoller Feinarbeit bemalte sie Hunderte von Wassergläsern, die sie zusammen mit Armbändern zugunsten von Wasserprojekten verkaufte. In der Schule und in Geschäften ihres Heimatortes Stolberg informierte sie über die Gefahren durch verseuchtes Wasser. Die Jury war besonders beeindruckt davon, dass sie sich für ihr Projekt selbständig an Firmen und Medien wandte und um Unterstützung bat. Darüber hinaus ist es ihr gelungen, 700 Euro für Wasserprojekte zu sammeln.










UNICEF