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Hände gegen Kinderarbeit
Die 15-jährige Janika Müller aus Siegen startete eine Aktion gegen Kinderarbeit. Aus Modelliermasse formte sie kleine Hände als Zeichen der Abwehr gegen die Ausbeutung und gleichzeitig als Symbol für helfende Hände. Auf Flyern und einer eigenen Homepage veröffentlichte sie Informationen über Kinderarbeit und Kinderrechte, sprach die Medien an und gewann andere Schulen zum Mitmachen.
Die Einzelheiten:
Seit ihr Vater von einem Hilfseinsatz nach dem Erdbeben in Pakistan zurückkam, engagiert sich Janika für UNICEF. Auf selbstgebastelten Lesezeichen informierte sie über die Kinderrechte. Sich für andere einsetzen, denen es nicht so gut geht, wurde ihr Anliegen. Im Sommer 2006 beschloss sie, Kindern zu helfen, die arbeiten müssen. „Ich finde Kinderarbeit sehr, sehr schlimm! Es ist ungerecht, dass diese Kinder keine Ausbildung haben und damit so gut wie keine Zukunft!“ schrieb sie. Mit der Aktion „Hände gegen Kinderarbeit“ wollte sie ein Zeichen setzen und Spenden für Kinder in Nepal sammeln. Sie bastelte kleine Hände aus Knete, um sie zu verkaufen. Auf ihre Anfrage hin sponsorte die Firma Eberhard Faber 50 Päckchen FIMO-Modelliermasse in bunten Farben, aus der sie ca.1000 Hände herstellten konnte. Kordeln für Anhänger spendete ein Bastelladen. Zunächst fanden die Hände nur Abnehmer im Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft. Mit einer eigenen Homepage (www.haende-gegen-kinderarbeit.tk) sorgte Janika für eine größere Resonanz und sprach auch die Medien an. Der WDR berichtete in der „Lokalzeit Südwestfalen“ am Weltkindertag 2006 über die Aktion, Radio Siegen schaltete sich ein und der „Sonntags-Anzeiger“. In einer Siegener Buchhandlung konnte sie ihre Flyer auslegen und anlässlich einer Fotoausstellung im Siegener Rathaus auch einen Vortrag halten. Das Jugendzentrum „Blue Box“ lud sie ein, ebenso die Burgschule und die Realschule Kreuztal. Geplant ist auch ein Stand auf dem Siegener Kinderfest, das im Juni stattfindet. Im letzten Jahr hatte das Fest 15.000 Besucher. Bisher sammelte sie 277,53 Euro.
Die Begründung der Jury:
Janika Müller setzt sich engagiert für die Rechte der Kinder ein und beweist viel Kreativität und Phantasie darin, andere Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit machte sie bundesweit auf ihre Aktion aufmerksam. Durch viel Eigeninitiative fand sie Unterstützung durch Sponsoren und Medien. Die modellierten Hände stellen ein abstraktes Kinderrecht plastisch dar: Die „Hände gegen Kinderarbeit“ haben Symbolcharakter und helfen mit, Kindern in Nepal eine bessere Zukunft zu schenken.










UNICEF