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„Kids for Kids“ – Ein Buch über Kinderrechte

Kinder schreiben für Kinder – das war die Idee der 15-jährigen Mirella Roemer aus Brüggen in Nordrhein-Wesfalen. Anstoß für ihren Plan, ein Buch über Kinderrechte herauszugeben, war ein Artikel über den JuniorBotschafter-Wettbewerb von UNICEF in der Zeitschrift „Geolino“. Konsequent und engagiert realisierte die Gymnasiastin ihr Vorhaben. Das Ergebnis heißt „Kids for kids“ und umfasst knapp 300 Seiten. Mirella ist überzeugt, dass „ein Kind, das sich für Kinderrechte einsetzt, als Erwachsener ganz anders mit Kindern und Kinderrechten umgehen wird“. Die Liebe zu Büchern wurde Mirella in die Wiege gelegt. Ihre Mutter ist Schriftstellerin.

Die Einzelheiten

Die wichtigste und schwierigste Aufgabe für jeden Autor und Herausgeber meisterte Mirella gleich zu Beginn: Sie fand einen Verlag für ihr Buch, der auf seinen Gewinn zugunsten von UNICEF verzichtete. Sie konnte mit dem Verlag aus Vechta sogar ihre Vorstellungen diskutieren. Wie kommt man an Texte von Kindern und Jugendlichen? Wie weckt man Interesse für das Buch? Die 15-Jährige begann, sich über die Rechte der Kinder zu informieren, und fragte Freunde und Klassenkameraden, ob sie eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder eine Reportage schreiben würden. Den nötigen Schwung erhielt ihr Projekt allerdings erst, als die Grenzland-Nachrichten einen Artikel über Mirellas Vorhaben veröffentlichten und sie einen Aufruf in der Kinder-Suchmaschine „Blinde Kuh“ startete. Auf einmal erhielt sie Texte in Hülle und Fülle. In den Ferien führte sie mit interessierten Kindern in der örtlichen Bücherei eine Schreibwerkstatt durch, wo sie Texte mit den Autoren und Autorinnen diskutierte. Schließlich wurde sogar der Kinderkanal von ARD und ZDF (Ki.Ka) auf Mirella aufmerksam und drehte eine Dokumentation über die Schülerin.
Insgesamt haben 98 Autoren auf knapp 300 Seiten Texte zu zehn verschiedenen Kinderrechten geschrieben. Jedes Kapitel des Buches, das sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen wendet, wird von einem „Autorenpaten“ begleitet. Zu ihnen zählen Autorin Elke Heidenreich, Moderatorin Christine Westermann und Liedermacher Reinhard Mey. Um die Buchproduktion zu finanzieren, gewann Mirella die örtliche Volks- und Raiffeisenbank als Sponsor. Einer breiten Öffentlichkeit stellte sie ihr Werk zum ersten Mal auf der Buchmesse „Migration“ vor. Nach drei Tagen war die Hälfte der Auflage bereits verkauft. Aus den Verkaufserlösen möchte Mirella eine „Schule in der Kiste“ von UNICEF finanzieren.

Die Begründung der Jury

Die Energie und Beharrlichkeit, mit der Mirella ihr Projekt in die Tat umsetzte, kann man nur bewundern. Sie setzte sich ein Ziel und verfolgte es konsequent, bis sie es erreicht hatte. Über Monate hinweg trug Mirella Texte von 98 Kindern und Prominenten zu verschiedenen Kinderrechten zusammen. Schließlich konnte sie ein Buch von Kindern für Kinder herausgeben, aus dem auch Erwachsene viel lernen können. Mirellas Initiative besticht durch professionelle Umsetzung, umfangreiche Aufklärungsarbeit und die Nachhaltigkeit in der Wirkung. Besondere Beachtung verdient, dass Kindern durch Mirellas Buch die Möglichkeit gegeben wurde, ihr Recht auf freie Meinung zu verwirklichen. Damit hat Mirella Großes geleistet.

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