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Ein Kinderrechte-Kalender
Das Bewusstsein für die schwierigen Lebensbedingungen von Kindern in vielen Teilen der Welt schärfen – das war das Ziel von Gyde Petersen und Julius Beeck aus Elpersbüttel in Schleswig-Holstein. Dafür haben das 12-jährige Mädchen und ihr gleichaltriger Mitstreiter einen ungewöhnlichen Kalender erstellt, dessen Zeitrechnung mit dem Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, dem 12. Juni 2006, beginnt und genau zwölf Monate später endet. Für jede Woche haben die beiden Zwölfjährigen ein individuelles Blatt gestaltet. Die 52 Kalenderseiten enthalten Wissenswertes über die Rechte von Kindern und behandeln die Gefahren, denen Kinder auf der ganzen Welt ausgesetzt sind.
Die Einzelheiten
Gyde und Julius schreiben für ihr Leben gern. Deshalb besuchen die beiden in ihrem Heimatort Elpersbüttel die Schreibgruppe „JuniorPen“. Für den Wettbewerb zum „UNICEF JuniorBotschafter des Jahres 2006“ dachten sie sich einen etwas „anderen“ Kalender mit eigener Zeitrechnung aus. Denn das Jahr lassen die beiden mit dem Tag gegen Kinderarbeit, dem 12. Juni, beginnen. Für die Gestaltung der Kalenderblätter befragten sie Klassenkameraden, Freunde, Geschwister und Eltern, aber auch ältere Elpersbütteler zu verschiedenen Kinderrechtsthemen. Gyde und Julius sammelten viele Fakten zu Themen wie Hunger, Mädchen, HIV/AIDS, Kindersoldaten oder den Lebensbedingungen in Entwicklungs- und Industrieländern. Die Informationen bereiteten sie abwechslungsreich auf, illustrierten sie mit Fotos oder stellten sie kontrastreich gegenüber. Andere Seiten wiederum enthalten Gedichte, Zitate von Menschen aus Elpersbüttel und Beschreibungen von Persönlichkeiten wie Mutter Teresa, Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Darüber hinaus zeigten Gyde und Julius in Interviews auf, dass das Wissen um die Kinderrechte in der Öffentlichkeit noch lückenhaft ist.
Um ihr Projekt zu realisieren, wandten sich die beiden an verschiedene Firmen, von denen sie Geld- und Sachspenden erhielten. Am eigenen Drucker erstellten Gyde und Julius 100 Exemplare, deren Papier und Druckerfarben sie von Spendern erhielten. Darüber hinaus verschickten die Kinder Briefe, um auf ihre Aktion aufmerksam zu machen. Verkauft werden soll der Kalender nun an Schulen und in Geschäften der Umgebung. Der Erlös der Kalender, von denen Gyde und Julius 100 Stück herstellten, kommt UNICEF zugute.
Die Begründung der Jury
Um 52 Kalenderblätter zu entwerfen, braucht es ein hohes Maß an Kreativität. Zudem wurde die Idee mit außerordentlich viel Eigenaktivität der Kinder umgesetzt. Denn einen Kalender herzustellen, mit Gewinn zu verkaufen und dabei auch noch sicher zu stellen, dass er von allen Käufern auch gründlich gelesen wird, ist eine besondere Herausforderung. Gyde Petersen und Julius Beeck ist dieses Kunststück gelungen. Sie haben einen Kalender produziert, der über Kinderrechte und Missstände auf einfallsreiche Weise informiert. Die Aktion besticht durch die Einheit von Information und Aktion. Gleichzeitig leisteten sie einen beachtlichen Beitrag zur Aufklärung über die Situation von Kindern in Not und spenden den Erlös an UNICEF.










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