unicef juniorbotschafter 2010

Platz 4: Die Umwelt-Kids aus Aachen

Kinderrechte-Vortrag in der Stadtbibliothek

Text und Bild

Marlon Neffgen (8) und Sebastian Tirtey (9) aus Aachen sind die besten Freunde. In ihrer Freizeit sind sie die „Umwelt-Kids“ und sammelten beispielsweise Müll im Wald. Bei einem Spendenlauf erfuhren sie zum ersten Mal von UNICEF und den Kinderrechten. Die beiden beschlossen, nach der Vorlesestunde einen Vortrag in der Stadtbücherei zu halten. Mit Unterstützung der Leiterin der Kinderabteilung organisierten sie eine gelungene Infoveranstaltung in der Bilderbuchecke. Mit Hilfe von Marlons Vater produzierten die beiden zusätzlich noch Infoblätter, die die Kinderrechte auch für jüngere Kinder verständlich erklären.

Die Einzelheiten

Obwohl Marlon und Sebastian beide noch sehr jung sind, engagieren sie sich schon tatkräftig für die Umwelt und die Rechte der Kinder. Zum ersten Mal in Kontakt mit UNICEF kamen die beiden durch einen Sponsoren-Lauf, bei dem sie 9,5 km für die Kinder in Afrika zurücklegten. Die beiden machten sich schlau und wollten auch andere Kinder informieren. Mit Unterstützung der Leiterin der Kinderabteilung der Aachener Stadtbibliothek organisierten sie am 15. Oktober 2009 einen Vortrag über die Kinderrechte. Die zweistündige Infoveranstaltung nach der Vorlesestunde in der Bilderbuchecke wurde ein voller Erfolg: Marlon las die Kinderrechte vor und Sebastian erklärte sie. Es entwickelte sich sogar ein richtiges Gespräch über das Kinderleben in Deutschland und woanders. Mit Hilfe von Marlons Vater hatten die beiden ein Infoblatt produziert, das die Kinderrechte auch für kleinere Kinder verständlich erklärte. „Uns hier geht es vergleichsweise gut, aber in vielen Ländern dürfen oder können Kinder nicht zur Schule gehen, müssen arbeiten oder werden misshandelt“, sagte Marlon. Die beiden wollen unbedingt weitermachen und planen in den Sommerferien einen Infostand in der Fußgängerzone oder am Zoo. Die beiden haben auch eine eigene Homepage unter umwelt-kids.blogspot.com.

Begründung der Jury

Die Jury fand es toll, dass zwei Jungen im Alter von acht und neun Jahren schon so viel für die Kinderrechte bewegen. „Das war wirklich viel Arbeit, aber es hat auch Spaß gemacht und wir wissen, dass es wichtig ist das zu machen“, schreibt Marlon in seiner Bewerbung. Trotz anfänglicher organisatorischer Schwierigkeiten ließen sich die beiden Freunde nicht entmutigen. Sie fanden Rat und Hilfe von Erwachsenen, waren bei der Umsetzung ihres Projekts aber die treibende Kraft. Und sie engagieren sich nachhaltig: Die nächste Aktion ist bereits in Vorbereitung. 

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