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 „Schutz vor Gewalt“

10-Jährige hielt im Rathaus Vortrag über den Schutz von Kindern vor Gewalt

Erst zehn Jahre alt ist eine JuniorBotschafterin 2008: Kim Vivien Sombrutzki aus Stadensen in der Nähe von Uelzen (Niedersachsen) hat sich mit dem Thema Schutz vor Gewalt befasst. Gewalt kann überall stattfinden: zu Hause, auf dem Schulhof und im Internet. Deshalb ist es wichtig zu wissen, so Kim Vivien, wie man sich vor Gewalt schützen kann. Sie hat zu dem Thema einen eigenen kleinen Film gedreht und im Rathaus ihrer Stadt für interessierte Eltern, Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren einen Vortrag gehalten. Aus ihrem Projekt zieht das 10-jährige Mädchen den Schluss: „Gewalt hat viele Gesichter. Was Gewalt ist, entscheidet allein das Opfer. Gewalt schadet und Gewalt tut weh und wer Gewalt sät, erntet Gegengewalt.“

Die Einzelheiten

Für den Film hat Kim Vivien selbst das Drehbuch geschrieben und in zusammen mit ihren Mitschülern Michelle, Kevin und Tim-Lukas umgesetzt; die Klassenlehrerin hat die Videokamera zur Verfügung gestellt. Im Film wollen zwei Jungen ein Mädchen misshandeln. Ein anderes Mädchen, Mary (Kim Vivien), klärt die Situation und rettet das Mädchen. Damit fordert Kim Vivien die Menschen auf, nicht wegzusehen, wenn jemand in Bedrängnis gerät, sondern sich couragiert für andere stark zu machen.

Für ihren Vortrag hat Kim Vivien sorgfältig recherchiert. Sie hat sich im Internet informiert und ging zur Polizeiwache, um mit einem Kriminalbeamten zu sprechen. Anschließend hat  sie den Bürgermeister der Stadt Uelzen befragt und obendrein dafür gewonnen, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung im Rathaus zu übernehmen.

Dort zeigte Kim Vivien ihren Film und machte im Vortrag eine Bestandsaufnahme von Gewalt in ihrer Umgebung. Dabei hat sie es aber nicht belassen, sondern den Besuchern ihres Vortrags auch vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie sich vor Gewalt schützen können. Zum Beispiel erfahren die beeindruckten Zuschauer, wie ein Alarmgerät für die Handtasche funktioniert.

Begründung der Jury

Die Jury fand, dass Kim Vivien Sombrutzki sehr mutig war, weil sie die Initiative zu solch einem großen Projekt ergriffen und es eigenständig umgesetzt hat. Einen Vortrag zum Thema Gewalt im Rathaus von Uelzen zu halten und einen selbst gedrehten Film vorzuführen – das würde sich schon manch Erwachsener nicht trauen. Für eine 10-Jährige ist das eine enorme Leistung. Ihr Kurzfilm zeigt beispielhaft auf, wie man mit Zivilcourage alltägliche Gewaltsituationen lösen kann. Die Reife, ein solch schwieriges Thema wie Schutz vor Gewalt zu erfassen und darzustellen, ist absolut bewunderungswürdig.