
Überschrift
unicef-juniorbotschafter 2011
Platz 5: Spielen und Lernen statt Arbeiten
Aktion von Laila (12) und Jule (11) aus Marburg
Viele Kinderrechte hängen miteinander zusammen. So haben Laila und Jule festgestellt, dass Kinderarbeit direkte Auswirkungen auf die Rechte auf Bildung und Spiel und Freizeit hat, denn arbeitende Kinder haben für beides meist wenig Zeit. Die beiden Mädchen aus Marburg wollten andere Kinder darüber informieren und gingen zu diesem Zweck an eine Schule und einen Kindergarten.
An einer Sprachheilschule gestalteten Jule und Laila in drei verschiedenen Klassen eine Unterrichtsstunde zu Kinderrechten. Sie hängten selbst gemachte Poster mit den Kinderrechten auf und informierten die Schüler über verschiedene Formen von Kinderarbeit. Diese stellten sie den Aufgaben, die die deutschen Schüler zu Hause übernehmen müssen, gegenüber – zum Beispiel Teppiche weben im Vergleich zu Zimmer aufräumen. Um den Unterschied noch mehr zu verdeutlichen, sollten die Schüler im Anschluss in einem Rollenspiel Kinderarbeiten erledigen, zum Beispiel volle Gießkannen über den Flur tragen.
„Am Ende der Stunde waren alle Kinder in jeder Klasse sich einig und sagten uns, wie froh sie seien, in die Schule zu dürfen und nicht arbeiten zu müssen“, schreiben Jule und Laila über ihre Aktion. An einem anderen Tag besuchten Jule und Laila einen Waldorfkindergarten, spielten mit einer Gruppe Spiele aus aller Welt und erzählten ihnen, dass andere Kinder nicht spielen können, sondern schon früh arbeiten müssen.
Baustein 1
Begründung der Jury

- LupeLaila und Jule bekommen ihren Preis überreicht.
Den Bogen vom Alltag der deutschen Kinder zu schwer arbeitenden Kindern zu schlagen, ist eine tolle Idee, findet die Jury. Der konkrete Vergleich von Hausarbeiten mit ausbeuterischer Kinderarbeit macht das Problem sehr anschaulich und nachvollziehbar. Jule und Laila haben viele andere Kinder mit ihrer Aktion erreicht und einen bleibenden Eindruck bei den Schülern und Kindergartenkindern hinterlassen. Mit ihrer Entscheidung honoriert die Jury auch, dass die beiden noch sehr jungen Mädchen ihre Aktion alleine auf die Beine gestellt haben – das beweist Mut und großen Einsatz für die Kinderrechte.


















UNICEF