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Kinder brauchen dringend Hilfe
2.10.2009 - Die Not der Kinder in den von den Naturkatastrophen betroffenen Gebieten in Asien und der Pazifikregion wächst. UNICEF verstärkt seine Hilfe in Indonesien, auf den Philippinen und den Südseeinseln Samoa und Tonga.
Nach dem Erdbeben in Indonesien bringt UNICEF bringt Hilfsgüter für 250.000 Menschen aus seinem Warenlager in Medan (Sumatra) nach Padang. Darunter sind 100 große Wassertanks, Pumpen und technisches Gerät, 40.000 Hygienepakete, 40.000 Wasserkanister, 250 Zelte für Notschulen sowie Schulen in der Kiste und Spielzeug. In Notunterkünften richtet UNICEF sichere Kinderzonen ein. Experten von UNICEF im Katastrophengebiet unterstützen die Behörden bei der Versorgung von Familien und Kindern. UNICEF schätzt, dass rund ein Drittel der Betroffenen Kinder sind.
„Jedes Einzelne dieser Kinder ist von Krankheiten bedroht. Sie haben kein zu Hause mehr. Viele sind traumatisiert“, sagte Angela Kearney, Leiterin von UNICEF Indonesien. „Die Kinder brauchen dringend sauberes Wasser und müssen vor Durchfallkrankheiten und Infektionen geschützt werden. Wir müssen dafür sorgen, dass sie nach dieser Tragödie so schnell wie möglich wieder ein Stück Normalität erfahren können“.
Taifun auf den Philippinen
Nach den katastrophalen Überschwemmungen vom Wochenende sind die Philippinen erneut in Alarmzustand: Ein weiterer schwerer Taifun wird erwartet. UNICEF unterstützt die Obdachlosen mit Hygieneartikeln, Schutzutensilien und Nahrung aus lokalen Lagern. Inzwischen trafen 90.000 Pakete mit Wasserreinigungstabletten und Wasserkanister aus dem zentralen UNICEF-Warenlager in Kopenhagen auf den Philippinen ein. UNICEF wird zusammen mit Partnern die Wasserversorgung für 100.000 Menschen unterstützen und 50 Gesundheitsstationen in Stand setzen, um die medizinische Versorgung von 500.000 Menschen sicher zu stellen.
UNICEF befürchtet, dass der erwartete neue Taifun die Not weiter vergrößern wird: „Es sind vor allem arme Menschen, die entlang der Flüsse leben. Sie haben alles verloren“, sagte Dr. Marinus Gotink, Leiter der UNICEF-Gesundheitsprogramme auf den Philippinen.
Zehntausende Babys und Kleinkinder sind nach Einschätzung von UNICEF von lebensgefährlichem Durchfall, Lungenentzündung und Infektionskrankheiten bedroht.„Das Ausmaß der Verwüstungen in vielen Gemeinden ist schockierend“, sagte die Leiterin von UNICEF auf den Philippinen Vanessa Tobin. UNICEF stellt Nahrungsmittel für Kinder, Hygieneartikel, Medikamente und Tabletten zur Wasseraufbereitung zur Verfügung. Außerdem werden Decken, Seife und Plastikplanen an die Obdachlosen verteilt.
Durch die Überflutungen vom Wochenende sind Teile der Hauptstadt Manila und angrenzender Provinzen von Dreck und Schlamm bedeckt. Wasserleitungen und die Stromversorgung sind nicht voll funktionsfähig. Zahlreiche Straßen sind durch Erdrutsche unterbrochen.
Nach ersten Schätzungen wurden über 3.000 Häuser zerstört oder stark beschädigt. 160 Schulen wurden verwüstet. Es muss damit gerechnet werden, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt, da noch viele Menschen vermisst werden.
Samoa und Tonga
UNICEF stellt Medikamente gegen Durchfall und Tabletten zur Wasserreinigung zur Verfügung. Spezialisten helfen, die Wasserversorgung sicher zu stellen und kontrollieren den Ernährungszustand der Kinder.












UNICEF