
unicef-jahresbericht 2008
UNICEF-Jahresbericht
Kindersterblichkeit bekämpfen
22.01.2008 - Jeden Tag sterben 26.000 Kinder unter fünf Jahren - die meisten an vermeidbaren und leicht behandelbaren Krankheiten. Diese traurige Tatsache untersucht der UNICEF-Bericht "Zur Situation der Kinder in der Welt 2008. Die häufigsten Todesursachen sind Komplikationen bei der Geburt, Lungenentzündung, Durchfall, Malaria, Masern und AIDS. Eines der gefährlichsten Länder der Welt ist Sierra Leone, gefolgt von Angola und Afghanistan. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara ist die Lage besonders ernst: Hier leben zwar weniger als 25 Prozent aller Kinder weltweit. Doch im Jahr 2006 hatte die Region nahezu die Hälfte aller weltweiten Todesfälle zu verzeichnen.
UNICEF ruft dazu auf, die Gesundheitsversorgung für die ärmsten Familien zu verbessern. Durch einfache und kostengünstige Maßnahmen wie Impfen, Stillen, Moskitonetzen und Vitamin-A-Gaben steigen die Überlebenschancen von Müttern und Kindern. Gleichzeitig müssen auch arme Familien Zugang zu Medikamenten, Hilfe und Behandlungsmöglichkeiten haben. Nur so kann das Millenniumsziel Nr. 4 erreicht werden, das eine Reduzierung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel gegenüber 1990 vorsieht. Von den 60 Ländern mit der höchsten Sterblichkeit sind lediglich sieben auf dem Weg, das Ziel zu erreichen. (Flo)
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