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UNICEF/ HQ01-0266/Giacomo Pirozzi

Nelson Mandela

Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Der vielleicht wichtigste Freiheitskämpfer des 20. Jahrhunderts verbrachte 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Nelson Mandela ist eine historische Figur und setzte sich entschieden für die Menschenrechte, für Demokratie sowie Frieden und gegen Diskriminierung ein. 1988 bekam er dafür von den Vereinten Nationen den Menschenrechtspreis, 1993 den Friedensnobelpreis. Auch heute ist er noch mit seiner eigenen Stiftung aktiv und unterstützt Bildungsprojekte in Afrika.

© UNICEF South Africa/2004
LupeNelson Mandela mit Peter Krämer, dem Initiator von Schulen für Afrika.

Bildung für jedes Kind

Im August 1999 wurde die Nelson Mandela Stiftung gegründet. Diese Stiftung soll sein Lebenswerk fortführen, Frieden und Demokratie in Südafrika und auf der ganzen Welt zu verbreiten. UNICEF hat gemeinsam mit der Nelson Mandela Stiftung und der Peter Krämer Stiftung die „Schulen für Afrika“-Kampagne ins Leben gerufen. Denn im südlichen Afrika hat immer noch jedes dritte Kind keine Chance auf Schule. Zeit seines Lebens hat sich Mandela besonders für das Recht eines jeden Kindes auf Bildung eingesetzt. „Keinem Kind in Afrika und anderswo auf der Welt darf das Recht auf Bildung vorenthalten werden. Ich weiß, dass wir dieses Ziel erreichen können“, erklärte er beim Start von „Schulen für Afrika“ im Jahr 2005.

UNICEF/ HQ00-0283/Giacomo Pirozzi
LupeNelson Mandela mit einer Gruppe von Kindern in Johannesburg.

Mandelas Leben

Nelson Mandela wurde 1918 geboren. Er bekam seinen englischen Vornamen Nelson erst zu seiner Einschulung. Sein afrikanischer Vorname lautete Rolihlahla. Umgangssprachlich lässt sich das in etwa als „Unruhestifter“ übersetzen. Mit 21 Jahren schrieb sich Mandela im Missions-College von Fort Hare ein. Drei Jahre später wurde er Mitglied des Afrikanischen National Kongress (ANC). Nach den Wahlen 1948 setzte sich Mandela politisch ein, da die amtierende Partei die Apartheid (siehe Infobox) unterstützte. Am 21. März 1960 rief eine ANC-nahe Organisation zu friedlichen Demonstrationen in der Stadt Sharpeville auf. Die Stadt liegt 50 km von der südafrikanischen Stadt Johannesburg entfernt. An diesem Tag liefen zwischen 5.000 bis 20.000 Schwarze ohne Pass auf das Polizeigebäude zu, um sich inhaftieren zu lassen.

Apartheid

Die Apartheid war eine Zeit der strikten Rassentrennung zwischen schwarzen und weißen Menschen in Südafrika. Sie hatte ihre Hauptphase von 1940-1980 und endete erst 1994. So wurden noch vor weniger als 20 Jahren Menschen mit einer dunklen Hautfarbe in Südafrika öffentlich diskriminiert. Sie durften beispielsweise bestimmte Strände nicht besuchen, mussten in eigenen Wohngebieten wohnen oder in eigenen Straßenbahnabteilen sitzen. Dieses rassistische Verhalten ist mittlerweile international verboten. Nelson Mandela hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Apartheid ihr Ende gefunden hat.

Sie wollten durch diese friedliche Aktion gegen die Apartheid protestieren. Dabei wurden 69 Schwarze von Polizisten erschossen und 180 verletzt. Danach wurde die ANC von der Regierung verboten.

Mandela in Haft

Nelson Mandela wurde zwei Jahre später unter anderem wegen seiner Aufrufe zum Streik verhaftet und eingesperrt. Nachdem er anfangs nur für fünf Jahre im Gefängnis bleiben sollte, hat man ihn und Weitere nach zwei Jahren zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die Richter begründeten dies mit Planung eines bewaffneten Widerstands und Sabotage. 18 Jahre, bis zum März 1982, war Nelson Mandela im Gefängnis Robben Island (die Insel liegt im Atlantischen Ozean vor Kapstadt) inhaftiert. In dieser Zeit wurde er zum Symbol des Widerstandes gegen die weiße Herrschaft. Es folgten weitere Jahre der Inhaftierung in anderen Gefängnissen. Im Februar 1985 lehnte Mandela das Angebot einer Freilassung ab, da sie an die Bedingung geknüpft war, auf den bewaffneten Kampf zu verzichten. Am 11. Februar 1990 gab der damalige weiße Staatspräsident F. W. de Klerk dem internationalen Druck nach und entließ Mandela nach 27 Jahren aus der Haft. Noch am gleichen Tag hielt Nelson Mandela eine Rede vor 120.000 Menschen in dem größten Fußballstadion von Afrika (Soccer City). Das Stadion, in dem auch das Endspiel der Fußball-WM 2010 stattfand, liegt in der Nähe von Johannesburg. Mandela rief hier „alle Menschen, die die Apartheid aufgegeben haben“ zur Mitarbeit an einem „nichtrassistischen, geeinten und demokratischen Südafrika mit allgemeinen, freien Wahlen und Stimmrecht für alle“ auf. 1991 wurde er Präsident des ANC und drei Jahre später als erster schwarzer Präsident Südafrikas vereidigt. In diesen Jahren nahm er großen Einfluß auf die Politik des Landes und gestaltete die Neuausrichtung von Staat und Gesellschaft in Südafrika. Für sein Handeln und das Eintreten für nationale und internationale Versöhnung gewann Mandela weltweit Respekt.

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Nelson Mandela spricht über Schulen für Afrika.