
gesundheit - storys
Panoramabild "Gesundheit"
(Kopie 1)
"Netzwerk" gegen Malaria
(Kopie 2)
Bassira ist 31 Tage alt und schläft noch nicht die ganze Nacht durch. Oft wacht sie schon um ein Uhr nachts auf. Ihre Mutter Aliya Saadou stillt sie dann, bevor sie wieder ins Bett geht. Bassira und ihre zwei Brüder schlafen im gleichen Bett unter einem Moskitonetz. Ein mit Insektiziden imprägniertes Moskitonetz ist der beste Schutz gegen Malaria, die häufigste Krankheit in ihrem Dorf im westafrikanischen Niger. Aliya Saadou hat das Netz bei ihrer ersten Untersuchung während der Schwangerschaft im lokalen Gesundheitszentrum bekommen. Mütter und Kleinkinder sind die ersten, die kostenlose Moskitonetze erhalten. Meistens haben nur die kleinsten Kinder eine sichere Schlafstätte. Obwohl die Anzahl der Malariafälle sinkt, ist diese Krankheit immer noch die häufigste, mit der Kinder in das Gesundheitszentrum in Safo gebracht werden.
Lest hier Bassiras Geschichte (pdf)
(Kopie 3)
Mit der Waage gegen Mangelernährung
(Kopie 4)
Dienstags bringt Alala Mohama ihre Tochter Fatima Hamad Ahmed in das Gesundheitszentrum in Agadez im Norden Nigers. Die Zweijährige wird dort wegen akuter Mangelernährung behandelt. Fatima wird gewogen und ihre Mutter bekommt Essensrationen und wird beraten. Das alles braucht Zeit und wenn viele Leute da sind, kann Alala Mohama erst mittags gegen 14 Uhr wieder nach Hause gehen. Die verarmte Mutter hat zunächst gezögert, ihre Tochter in das Gesundheitszentrum zu bringen. Es ist oft schwierig, Mütter davon zu überzeugen, ihre Kinder wiegen zu lassen. Diese Mütter wissen, dass ihre Kinder zu dünn sind und etwas nicht stimmt, aber sie schämen sich deswegen.
Fatimas Behandlung begann sofort. Neben Zusatznahrung hat sie auch Vitamin A und Eisen bekommen, um ihr geschwächtes Immunsystem zu stärken. Einen ganzen Monat lang wird Fatima täglich drei Packungen Erdnusspaste bekommen, die zum Teil in Niger selbst hergestellt wird. Die Kinder lieben die Erdnusspaste, und Fatima ist da keine Ausnahme. Sie isst sofort einen ganzen Mund voll, als ob sie wüsste, dass ihr das wieder Kraft geben wird.
Lest hier Alalas Geschichte (pdf)
Die Geschichte von Teresa und Joana
Teresa Alcino stehen Schweißperlen auf der Stirn. Es ist Mittag, und im Süden Angolas brennt die Sonne unerbittlich vom Himmel. Zwei Kilometer weit ist die Siebenjährige bis ins Dorf Lubango gelaufen - mit ihrer kleinen Schwester Joana auf dem Rücken. Denn auf dem Marktplatz von Lubango werden heute alle Kinder gegen Masern geimpft. Teresa setzt ihre Schwester bei der Krankenschwester ab. Tapfer hält Joana die Tränen zurück, doch der "Pieks" ist zum Glück schnell vorbei. "Eigentlich wollte unsere Mutter Joana zum Impfen bringen. Doch dann ist sie krank geworden", erzählt Teresa.
"Ich bin schon vor zehn Tagen in der Schule geimpft worden - dort haben wir viel darüber geredet, warum Masern so gefährlich sind", fährt Teresa fort und nimmt ihre Schwester wieder auf den Rücken.
"Deshalb bin ich froh, dass jetzt auch Joana geschützt ist!"
extras
buchtipp
Hermann Schulz: Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt (2006)
Die Geschichte eines Jungen in Afrika, der auf der Suche nach Hilfe für seinen kranken Vater ist.
termine
7. April: Welt-Gesundheitstag














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