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nothilfe in libyen

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Viele Kinder und ihre Familien müssen Libyen verlassen und fliehen in Flüchtlingslager an der Grenze. Foto: UNICEF/NYHQ2011-0505/Ramoneda

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Nothilfe in Libyen

Mehr als 380.000 Menschen auf der Flucht

Baustein 1

06. April 2011 - Seit dem die Unruhen in Libyen angefangen haben sind mehr als 380.000 Menschen in die Nachbarländer geflohen. Die Menschen fliehen aus zwei Gründen: Zum einem haben sie, wegen der Unruhen in ihrem Land, Angst um ihr Leben und zum anderen haben viele ihre Arbeit verloren. Einige Fabriken haben zugemacht, so dass die meisten Bauarbeiter im Moment keine Arbeit haben.

Baustein 2

Der größte Teil der Flüchtlinge sind Auswanderer, die nur kurze Zeit in den Flüchtlingscamps bleiben und wieder zurück in ihre Heimatländer gebracht werden.
Unter den Flüchtlingen sind auch viele Tunesier und Libyer, die bei tunesischen Familien wohnen dürfen. Dann gibt es noch eine Gruppe von Menschen, zum Beispiel aus Somalia, Eritrea oder dem Sudan, die wegen der Unruhen in ihrer Heimat, nicht zurück können und daher längere Zeit in den Camps bleiben. Zurzeit leben in den Camps 6.500 Menschen und darunter befinden sich über 100 Kinder.

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UNICEF leistet Nothilfe bei Kindern

Baustein 3

Rund 47 Tonnen mit Hilfsgütern sind bereits in der Stadt Ben Guerdane an der tunesisch-libyschen Grenze eingetroffen. Darunter sind 10.000 Decken, 5.000 Hygiene-Sets sowie Erste-Hilfe-Sets, Wasserbehälter, angereicherte Erdnusspaste für mangelernährte Kinder, Impfdosen und Spielsachen. Die Flüchtlingslager in Tunesien und Ägypten werden von UNICEF mit Duscheinrichtungen und Wasser versorgt. Das größte Flüchtlingscamp, in Shousha, wurde zusätzlich mit Toiletten ausgestattet.

Auch um den Schutz und die Betreuung von Kindern kümmert sich UNICEF. Psychologen und Sozialarbeiter werden von UNICEF geschult und können den Kindern zur Seite stehen und helfen. In Shousha hat das Gesundheitsministerium mit der Unterstützung von UNICEF Kinder gegen die wichtigsten Krankheiten geimpft. Damit alle Kinder geimpft werden, bekommt jede Familie einen Impfpass.

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Extra Bereiche für Kinder im Camp

Zusammen mit Save the Children wurde ein "kinderfreundlicher Ort" eingerichtet, ein extra Bereich nur für Kinder. Hier können die Kinder spielen und werden betreut. Viele dieser Kinder sind bei ihrer Ankunft sehr still und haben Angst. Die Flucht von zu Hause, das Erleben von Gewalt und das enge Zusammenwohnen im Flüchtlingslager bedrücken sie sehr. Es dauert meistens ein paar Tage bis sie sich sicherer fühlen und anfangen zu spielen und zu lachen. Die Kinder werden in verschiedene Gruppen eingeteilt und betreut. UNICEF stellt Spielmaterialien zur Verfügung und fragt nach den Wünschen der Kinder.

Außerdem hilft UNICEF bei der Registrierung von Neugeborenen: Seit der Einrichtung der Camps wurden bereits acht Kinder, im nächsten Krankenhaus geboren. Eins dieser acht Kinder wurde sogar im Lager geboren. Auch minderjährige Jugendliche, die ohne Begleitung ihrer Eltern herumlaufen, werden von UNICEF registriert und betreut.

Auch für die Mütter gibt es Unterstützung in Sousha. Sie bekommen psychologische Hilfe und können sich untereinander austauschen. Außerdem erhalten sie wichtige Informationen über das Zusammenleben im Flüchtlingslager, denn noch ist ungewiss wann sie mit ihren Familien nach Hause zurückkehren können.