gesundheit

Gesundheit beginnt am Familientisch

Neben Lesen, Schreiben und Rechnen gehört das Wissen um den eigenen Körper und wie man ihn gesund hält zu den Kernkompetenzen, die Kinder für eine gute Zukunft erwerben müssen. Ein fitter und gesunder Körper ist ein wichtiges Kapital der Kinder und Jugendlichen. Viel dazu beitragen kann eine gesunde Ernährung.

Und dafür ist in erster Linie das Elternhaus verantwortlich. Die häufigste durch Ernährung mitverursachte Gesundheitsstörung ist heute das Übergewicht. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken und Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen ist für übergewichtige Kinder deutlich höher als für normalgewichtige. Abgesehen von körperlichen Schäden leiden dicke Kinder auch unter Hänseleien und Ausgrenzung durch Gleichaltrige.

Ein anderes Ernährungsproblem ist, dass Kinder häufig ohne Frühstück in die Schule geschickt werden. Ohne richtiges Frühstück vor der Schule und im Laufe des Unterrichtsvormittags kann sich kein Kind konzentrieren und lernen.

Was können Eltern und Lehrer tun?

Eltern können zu Hause auf gesunde Ernährung achten, mit ihren Kindern gemeinsam einkaufen und gesunde Gerichte zubereiten. Gemeinsam mit ihren Kindern und den Lehrkräften können sie für gesundes Essen in der Schule sorgen, für ein gemeinsames Frühstück und für ein gesundes Angebot im Schulkiosk.

Eltern können sich gemeinsam mit ihren Kindern um andere Kinder kümmern, die nicht gesund ernährt werden. Das können Nachbarskinder sein, Kinder aus sozial schwachen Familien in der Schule oder benachteiligte Kinder in Entwicklungsländern.

Bei Projekttagen zum Thema Ernährung können deutsche und ausländische Eltern landestypische Gerichte anbieten und darüber informieren, welche Nahrungsmittel wo erzeugt werden und welchen Nährwert sie haben. Der Erlös, der mit dem Speisenangebot erzielt wird, kann für ein Ernährungsprojekt gespendet werden. Viele ldeen für ein Weltfrühstück bietet die Deutsche Welthungerhilfe an.

Dass ein guter Gesundheitszustand auch eine wesentliche Bedingung für erfolgreiches schulisches Lernen ist, ist unbestritten. Gesundheitserziehung ist zurzeit in nahezu allen Bundesländern ein Thema, allerdings mit unterschiedlichen Konzepten. Es lohnt sich deshalb, auch auf den Bildungsservern anderer Kultusministerien nachzuschauen, ob sich Materialien für die eigenen Zielsetzungen anbieten.

Impfschutz ist Elternsache

Ein weiteres Elternthema ist der Impfschutz. Ärzte klagen darüber, dass immer weniger Kinder einen ausreichenden Impfschutz haben. Das kann schwere Krankheiten wie Masern, Röteln, Tetanus, Keuchhusten oder sogar Kinderlähmung nach sich ziehen. Wenn nicht mehr alle Kinder geimpft werden, besteht die Gefahr, dass Krankheiten, die längst besiegt schienen, erneut auftreten. Eltern, die dem Impfen eher ablehnend gegenüberstehen, sollten sich gemeinsam mit ihren Kindern über die Vor- und Nachteile des Impfens informieren und gegebenenfalls den Impfschutz nachholen bzw. auffrischen lassen (für Kinder und Jugendliche gibt es keine Praxisgebühr).

(Kopie 1)

Stand: Juni 2011

extras

buchtipp

Mein Weg führt nach Tibet: Die blinden Kinder von Lhasa
Tenberken, Sabriye, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2000 (auch als Hörbuch). S. Tenberken erzählt ihre bewundernswerte Geschichte: Selbst blind, reist sie nach Tibet, erfindet eine tibetanische Blindenschrift und gründet in Tibet eine Schule für blinde Kinder, die zuvor von ihren Familien versteckt oder sogar verlassen wurden.

unterrichtsmaterial

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Leitfaden für Globales Lernen im Unterricht (Schwerpunkt Malaria), Eine Welt Netz NRW 2011 zum Download

Tobs Wunderbär: Masernimpfung in Mexiko, Cornelsen 2007 (PDF)

Gesunde Ernährung - Fitte Kinder, Kl. 3/4, Verlag a. d. Ruhr 2004

Babynahrung (Themenheft 1/98) Projekt "Eine Welt in der Schule" (PDF)

BZgA, Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Gesundheitsthemen (alle Schulstufen)

projektwoche

"Rund um die Gesundheit"

z.B. mit Gesundheitsamt, Ernährungsberatung, lokaler UNICEF-Arbeitsgruppe

Beschäftigung mit Thema Gesundheit von Kindern in Entwicklungsländern, Abschlusspräsentation mit Gesundheitsangeboten für Eltern (Gewichtsmessung, Quiz Ernährungsverhalten, gesunde Speisen und Getränke)