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Willi Weitzel übergibt die Fahne der UNICEF-Kinderstadt an den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg | Foto: UNICEF

Willi in der neuen UNICEF-Kinderstadt Nürnberg

12.08.2011 - Nürnberg ist ab sofort die neue UNICEF-Kinderstadt. Das bedeutet, dass sich die Stadt und alle Menschen die dort wohnen, ab jetzt verstärkt für die Kinderrechte einsetzen. Das wollte sich Reporter, Kinderrechtler und "Willi Wills Wissen"-Star Willi Weitzel einmal genauer ansehen.

Willi will's wissen

Willi war bei der Auftaktveranstaltung in der Nürnberger Ehrenhalle dabei. Er hatte die wichtige Aufgabe, dem Oberbürgermeister von Nürnberg die UNICEF-Fahne als Symbol der UNICEF-Kinderstadt zu überreichen. Außerdem stellte Willi Fragen zu den Kinderrechten an die Verantwortlichen der Partnerschaft zwischen UNICEF und Nürnberg. Denn vor der Veranstaltung waren Kinder dazu aufgerufen, Fragen für die Erwachsenen an Willi zu schicken. Beantwortet wurden die Fragen von der stellvertretenden UNICEF-Vorsitzenden Ann Kathrin Linsenhoff, der Politikerin und Vorsitzenden der Kinderkommission Marlene Rupprecht und natürlich dem Oberbürgermeister der Stadt Dr. Ulrich Maly.

Fragen zu den Kinderrechten

Willi (rechts) mit Dr. Ulrich Maly (links), Ann Kathrin Linsenhoff und Marlene Rupprecht | Foto: UNICEF
LupeWilli (rechts) mit Dr. Ulrich Maly (links), Ann Kathrin Linsenhoff und Marlene Rupprecht: Kinder waren aufgerufen, Fragen an die Erwachsenen zu stellen.

Auf die erste Frage, seit wann es denn die Kinderrechte gibt und wer dafür verantwortlich ist, antwortete Frau Linsenhoff, dass die Rechte vor 22 Jahren in der Kinderrechtskonvention zusammengestellt wurden. Damals haben die Chefs von fast allen Staaten der Welt zusammengesessen und diese Konvention beschlossen. Insgesamt besteht dieses offizielle Dokument für die Kinderrechte aus 54 Artikeln. Das sind ganz schön viele Kinderrechte! Zuständig für die Einhaltung und Umsetzung der ganzen Kinderrechte sind die einzelnen Länder.

Ann Kathrin Linsenhoff ist stellvertretende Vorsitzende von UNICEF | Foto: UNICEF
LupeAnn Kathrin Linsenhoff ist stellvertretende Vorsitzende von UNICEF. Sie beantwortet gern alle Fragen zu den Kinderrechten.

Eine weitere Frage, die Willi an die Erwachsenen stellte war, ob alle Kinder auf der Welt die gleichen Rechte haben. Das beantwortete Frau Linsenhoff mit einem deutlichen Ja. Egal, ob Kinder in Deutschland oder einem anderen Land auf der Welt leben - alle haben die gleichen Rechte! Denn alle Kinder sind gleich, egal wie groß oder wie klein, wie alt oder wie jung sie sind oder welche Hautfarbe sie haben. Deshalb haben auch alle Mädchen und Jungen zum Beispiel das Recht, genug zu essen und zu trinken zu bekommen, um gesund aufzuwachsen. Oder das Recht, medizinisch versorgt zu werden, wenn sie krank sind. Außerdem hat jedes Kind das Recht, eine Schule zu besuchen oder zu spielen. Das ist leider nicht in allen Ländern selbstverständlich.

Willi notiert sich fleißig die spannenden Antworten auf die Fragen zu den Kinderrechten | Foto: UNICEF
LupeWilli notiert sich fleißig die spannenden Antworten auf die Fragen zu den Kinderrechten.

Das brachte Willi dazu, eine etwas schwierigere Frage zu stellen: Wenn Kinder so viele Rechte haben, müsste es doch allen Kindern auf der Welt gut gehen. "Warum ist das nicht so?", wollte er von Frau Linsenhoff wissen. Sie antwortete, dass einige Länder in der Tat nicht so genau darauf achten, ob die Kinderrechte in ihrem Land umgesetzt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass es engagierte Kinder gibt, die nicht aufhören, Fragen zu stellen. Sie sollen die großen Leute in der Politik immer darauf aufmerksam machen, wo sie sich vernachlässigt fühlen. Alle Kinder sind dazu aufgerufen, sich für ihre Rechte und die Rechte anderer Kinder einzusetzen.

Was könnt Ihr tun?

Auch Ihr könnt Euch für die Kinderrechte einsetzen! Macht einfach mit beim UNICEF-JuniorBotschfater-Wettbewerb. Einsendeschluss ist der 31. März 2012. Startet ein Projekt für die Kinderrechte und seid bei der tollen Preisverleihung am 18. Juni 2012 in der Frankfurter Paulskirche dabei.

Wenn Ihr in Nürnberg oder Umgebung wohnt, könnt Ihr die Stadt in ihrem Engagement für die Kinderrechte unterstützen! Entwickelt mit Euren Schulen und Freunden kreative Ideen, um die Rechte der Kinder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen! Aktionsvorschläge findet Ihr in den Ideen von A bis Z. Oder Ihr fragt einfach mal bei der UNICEF-Gruppe Nürnberg nach, bei welchen Aktionen Ihr die Gruppe allein oder mit Eurer Schulklasse unterstützen könnt.