
neues video von the killers
Musik gegen Menschenhandel
29.07.09 - Die angesagte amerikanische Rock-Band „The Killers“ („Human“, „Somebody told me“) hat gemeinsam mit UNICEF und der Hilfsorganisation USAID ein Video herausgebracht. „Good Night, Travel Well“ lief am 13. Juli 2009 rund um den Globus auf MTV.
Die Killers prangern damit die sexuelle Ausbeutung an, insbesondere von Kindern und jungen Frauen. „Wir sind tief schockiert, dass sie in solche Situationen gezwungen werden. Und wir hoffen, dass Millionen Menschen durch unser Video etwas über diese moderne Form der Sklaverei erfahren“, so die Band. Über 1,2 Millionen Kinder werden jedes Jahr verschleppt, die meisten ins Sexgeschäft. Besonders gefährdet sind Mädchen.
Deutschland tritt Zusatzprotokoll bei
Freuen wird die Killers, dass Deutschland jetzt als eines der letzten Länder Europas dem Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention gegen Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie beigetreten ist. „Dies ist ein seit langem überfälliger Schritt, um Kinderpornografie und Kinderhandel auch in Deutschland wirksamer zu bekämpfen“, sagte Prof. Dr. Lothar Krappmann, Berichterstatter des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes und Komiteemitglied von UNICEF Deutschland. „Nur ein Bruchteil des tatsächlichen Ausmaßes der sexuellen Ausbeutung von Kindern ist bekannt. Deutschland ist jetzt in der Pflicht, genauer hinzusehen und zu helfen.“
Mit Hilfe des Zusatzprotokolls ist es den Staaten leichter möglich, dem Kampf gegen diese Verbrechen an Kindern ein klares juristisches Fundament zu geben. Deutschland ist dadurch auch zu wirksamer Prävention verpflichtet. Ausgebeutete Kinder müssen als Opfer identifiziert und unterstützt werden. Außerdem muss Deutschland beim UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf über die Umsetzung des Zusatzprotokolls berichten. Das Zusatzprotokoll tritt in Deutschland am 15. August – einen Monat nach der Hinterlegung der Ratifizierungsurkunde bei den Vereinten Nationen – in Kraft.
Kinderpornografie und Kinderhandel haben sich zu riesigen Märkten entwickelt. Zehntausende Konsumenten im Internet heizen die Nachfrage nach pornografischen Darstellungen mit Kindern an und fördern den Missbrauch von Kindern – in Deutschland wie in vielen ärmeren Ländern. UNICEF fordert, das Ausmaß dieser Verbrechen in Deutschland künftig gezielt zu erfassen und das Dunkelfeld gründlicher zu erforschen. Außerdem müssen Polizei- und Justizbeamte besser geschult werden, um die Opfer von Missbrauch zu erkennen und zu schützen.











UNICEF