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„Geraubte Kindheit“ - Kindersoldaten im Kongo
Klasse 6b des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Bad Oeynhausen
Die Klasse 6b des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Bad Oeynhausen gilt als eher „schwierig“. In einem waren sich die Mädchen und Jungen jedoch sofort einig – sie wollten ein UNICEF-Projekt für Kindersoldaten im Kongo unterstützen. Sie beschlossen, ein Theaterstück zu schreiben und aufzuführen, Spenden zu sammeln und über die schwierige Situation der Kindersoldaten informieren.
Die Einzelheiten
Im Rahmen des Unterrichtsthemas „Argumentieren lernen“ entschieden sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Bad Oeynhausen dafür, ein UNICEF-Hilfsprogramm für Kindersoldaten im Kongo zu unterstützen. Die 10- bis 12jährigen sollten dabei lernen, langfristige Verpflichtungen zu übernehmen und unterstützten das Projekt durch einen eigenen Monatsbeitrag von 30 Euro. Bei mehreren Sammelaktionen kamen weitere Spenden zusammen. Die Kinder bastelten Sammeldosen und Info-Stellwände, verteilten Flyer in der Pause und hielten auch Vorträge über das Thema. Der Vorschlag, ein Theaterstück über Kindersoldaten aufzuführen, kam von der Mitschülerin Andrea Schierholz. Regie bei dem Stück „Geraubte Kindheit“ führte Anna Naemi Beiner, Anna-Sophie Zendel schrieb das Drehbuch. Nils Freyer steuerte mit seiner Band ein eigenes Lied mit dem Titel „Wacht auf“ bei. Und wieder andere kümmerten sich um das Bühnenbild, die Einladungen und die Aufzeichnung auf Video. Lehrerin Franziska Fleinghaus stand als „Domteuse“ mit Rat und Tat zur Seite und versuchte, die Rasselbande während der Proben zu bändigen. Die Uraufführung am 12. März 2010 war ein voller Erfolg – die Schauspieler, die gerade nicht dran waren, verhielten sich ruhig und auch das fehlende UNICEF-Banner störte nicht. Eine weitere Vorstellung folgte. Die Klasse hat inzwischen entschieden, den Monatsbeitrag auf 50 Euro zu erhöhen. Im November sollen die Schülerinnen und Schüler ihr Stück im Kieler Landtag noch einmal anlässlich der Eröffnung einer Fotoausstellung über Kindersoldaten aufführen.
Begründung der Jury
Die Jury war begeistert über die Kreativität der Schülerinnen und Schüler, die ein eigenes Theaterstück und ein Lied selbst geschrieben und aufgeführt haben. Toll ist auch die Selbständigkeit, mit der sie ans Werk gingen. Wenn sie auch in Sachen Disziplin oft an ihre Grenzen stießen, ist die Klasse in diesem Gemeinschaftsprojekt als Team zusammengewachsen, um Kindersoldaten zu helfen. Die Kinder haben ihre anfängliche Scheu überwunden, beim Spendensammeln Menschen anzusprechen und über ein eher schwieriges Thema zu informieren. Eigene Monatsbeiträge zeugen von der Nachhaltigkeit des Projekts.
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Theaterstück "Geraubte Kindheit"

















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