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unicef-juniorbotschafter 2013

Platz 1: Schokofair? – Kinderarbeit jetzt abschaffen!

Eine Aktion der SchokoFair AG der Montessori-Hauptschule in Düsseldorf

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„Wir brauchen mehr Öffentlichkeit, denn wir sind einer Riesensauerei auf der Spur!“ Durch einen Fernsehbeitrag erfuhren einige Schülerinnen und Schüler der Montessori-Hauptschule in Düsseldorf, dass der Großteil der Schokolade in unseren Supermärkten mit Hilfe von Kinderarbeit auf Kakaoplantagen hergestellt wird. Das hat die Jugendlichen aufgerüttelt. Mit ihrem Projekt „SchokoFair – Stoppt Kinderarbeit!“ machen sie seit rund drei Jahren in der Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam. Die 12- bis 16jährigen Schülerinnen und Schüler informieren Mitschüler, Lehrer, Eltern und Konsumenten, referieren an anderen Schulen und betreiben eine Webseite. Sie haben eine Radiosendung produziert, Unterschriftenaktionen initiiert und einen Film gedreht. Mit selbst durchgeführten Umfragen fand die SchokoFair AG zudem heraus, dass die wenigsten Verbraucher von der Kinderarbeit auf Kakaofeldern wissen, sie aber gleichzeitig Mehrkosten für faire Schokolade akzeptieren würden. SchokoFair will Verbraucher aber auch Schokoladenhersteller und den Handel in Deutschland zum Umdenken und Handeln bewegen. Ihre Idee, die Schokofair zusammen mit Experten erarbeitet hat, ist so einfach wie genial: Mit nur 2 Cent mehr pro Tafel könnten die Kakaobauern und ihre Familien so unterstützt werden, dass sie auf Kinderarbeit verzichten könnten.

Doch gerade die Süßwarenindustrie zeigt sich bisher nur wenig gesprächsbereit. Dies haben die Schülerinnen und Schüler selbst mehrfach erfahren. Doch die SchokoFair-AG gibt nicht auf und setzt sich weiter für die Abschaffung von Ausbeutung und Kinderarbeit in der Schokoladenproduktion ein.

Begründung der Jury

Die Jury lobt den mutigen Einsatz der SchokoFair AG gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen. Mit viel Engagement haben die Schülerinnen und Schüler Informationen zum Thema gesammelt und treten nun in der Öffentlichkeit glaubwürdig gegen den Einsatz von Kindern auf Kakaoplantagen ein. Sie konfrontieren die Süßwarenindustrie mit dieser „Riesensauerei“ und fordern ein Umdenken. Mit ihrer Aktion spannen sie die Brücke zwischen den Kindern und Jugendlichen hier in Deutschland und global. Außerdem animieren sie die jüngeren Schüler, sich ebenfalls für die Kinderrechte stark zu machen.

Die SchokoFair AG hat es bereits geschafft, dass in der schuleigenen Kantine nur noch fair gehandelte Schokolade verkauft wird. Die seit drei Jahren anhaltende Motivation der SchokoFair AG honoriert die Jury mit dem Preis „UNICEF JuniorBotschafter des Jahres 2013“ und animiert so zum Weitermachen.

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