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Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule“: Mitsprache konkret!

UNICEF-AG und Projekt „Mitsprache konkret“ der Waldhausschule und des Jugendheims „Jugendhilfe Waldhaus“ in Malsch/Baden-Württemberg

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In der Waldhausschule im baden-württembergischen Malsch wird Klartext gesprochen. Denn dort darf jeder Jugendliche offen seine Meinung sagen und Vorschläge machen, wie er sich das Zusammenleben vorstellt. Grund dafür sind die „Waldhaus-Kinderrechte“, die bei einem Projekttag in Zusammenarbeit der Schule und des Heimes „Jugendhilfe Waldhaus“ entwickelt wurden. Sie fassen die Beteiligungsideen der Jugendlichen zusammen und werden deshalb auch „Mitsprache konkret“ genannt. Die Rechte helfen den Kindern und Jugendlichen, besser gehört zu werden und sich zu beteiligen.

Die Waldhausschule hat außerdem eine eigene UNICEF-AG, die sich regelmäßig trifft und sich mit vielen kreativen Aktionen immer wieder für die Kinderrechte einsetzt. Die Jugendlichen haben zum Beispiel mit einer Aktion die UNICEF-Kampagne „Wasser wirkt“ unterstützt und dabei 200 Kinder aus Karlsruher Schulen an Aktionsständen zum Thema „Hände waschen wie in Afrika“ oder „Toiletten der Welt“ über sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Hygiene in Afrika informiert. Mit einem Wasser-Quiz haben sie auch das Wissen von anderen Schülerinnen und Schüler getestet.

Schon seit 2008 trägt die Waldhausschule, eine private Schule für Erziehungshilfe, die Auszeichnung „Schule aktiv für UNICEF“. In diesem Jahr erhält sie den Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule“.

Begründung der Jury

Die Schüler der Waldhausschule kommen selbst meist aus benachteiligten Familien. Umso wichtiger ist es für sie, dass sie in der Waldhausschule und im Heim „Jugendhilfe Waldhaus“ erfahren, wie Beteiligung funktioniert. Der Jury gefällt gut, dass sich die Jungen sehr ausführlich mit ihren Rechten beschäftigten und darüber diskutierten. Durch „Mitsprache konkret“ lernen die Jugendlichen, wie sie im Schul- und Heimalltag ihre Rechte durchsetzen können. Dies hilft ihnen auch nach der Schule für ihre Belange zu argumentieren und einzustehen. Außerdem engagieren sich die Schüler immer wieder mit vielen Ideen und großem Einsatz in der eigenen UNICEF-AG.

Voraussetzung für „Mitsprache konkret“ ist ein Lehrerkollegium das sich ständig mit der Realisierung der Kinderrechte im Alltag von Schule und Internat auseinandersetzt. Die Erwachsenen tun alles dafür dass die Schüler ihre Kinderrechte immer wahrnehmen können und nicht nur sporadisch in einzelnen Projektstunden. Das ist an einer Schule für Erziehungshilfe nicht selbstverständlich. Auch dafür geht der Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule“ in diesem Jahr nach Baden-Württemberg.

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