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bericht aus jordanien
Hilfe für syrische Flüchtlingskinder
Baustein 1 (Kopie 2)

- LupeDie zwölfjährige Omaima im JOHUD-Kinderzentrum.
Konzentriert hält die zwölfjährige Omaima Nadel und Faden in den Händen. Um sie herum sitzen zwanzig weitere Mädchen und sind ebenso eifrig dabei, den rosa Stoff auf ihren Knien in kleine Teddys zu verwandeln. Sie alle sind mit ihren Familien aus Syrien nach Jordanien geflohen; ihre Heimatstadt Homs ist seit Monaten unter Beschuss. Sie haben Grausames gesehen und erlebt.
Wir sind in Ma’an, einem Wüstenort drei Stunden von der jordanischen Hauptstadt Amman entfernt. Der wöchentliche Nähkurs wird von UNICEFs jordanischer Partnerorganisation JOHUD organisiert. Der Nähkurs soll den Mädchen dabei helfen, wenigstens für ein paar Stunden ihre schrecklichen Erlebnisse in Homs zu vergessen. Über 150 Flüchtlingsfamilien leben in Ma’an. Die jordanischen Schulen haben die syrischen Kinder aufgenommen, so dass sie weiter lernen können. Im JOHUD - Kinderzentrum finden täglich Aktivitäten für Kinder statt – Nähen, Malen und Basteln, Kochkurse und Sport.
Baustein 1
„Überall wurde geschossen“
Omaima lebt seit Monaten in Ma’an, doch die Erinnerungen an das Grauen von Homs sind nach wie vor stark: „In den Straßen lagen lauter tote Menschen. Überall wurde geschossen“, erzählt sie. „So viele Menschen waren verletzt und bekamen keine Hilfe. Es war so furchtbar.“
Omaima ging trotz der Kämpfe zunächst weiter zur Schule – bis kein Unterricht mehr stattfinden konnte. Als die Schule wieder eröffnete, hing eine Nachricht an der Tür: „Wer es wagt, zur Schule zu gehen, wird es bereuen.“ Einige Eltern schickten ihre Kinder trotzdem zum Unterricht, doch die meisten hatten zu viel Angst. Viele Familien entschlossen sich, ihre Heimat zu verlassen und ins benachbarte Jordanien zu fliehen.
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„Wir mussten alles zurücklassen“
„Ich hatte Angst zu gehen“, erinnert sich die sechzehnjährige Nermine, die ebenfalls an dem Nähkurs teilnimmt. „Homs war mein Zuhause. Wir mussten alles zurücklassen, und wer weiß, ob wir jemals wieder zurückgehen können. Vielleicht sehe ich meine Verwandten und Freunde nie wieder.“
Nermine sagt, dass sie ihr Zuhause natürlich vermisst. Aber sie ist froh, dass es das Kinderzentrum in Ma’an gibt. „Wir sind alle im selben Alter, und wir haben alle das Gleiche erlebt“, sagt sie. „Wir können uns hier austauschen, füreinander da sein. Und wir können unsere Trauer und Wut in etwas Positives umwandeln und zum Beispiel Kochen und Nähen lernen. Dies alles hilft uns sehr.“
Die Namen der Kinder wurden zu ihrem Schutz geändert.











UNICEF