Weltklimagipfel in Kopenhagen

"Kopenhagen darf nicht scheitern"

Interview mit UNICEF-Klimabotschafter Kilian Günther (16), Teilnehmer des Jugendklima-Gipfels vom 28. November bis 4. Dezember 2009 in Kopenhagen.

Warum ist der Klimawandel für Kinder gefährlich?

Der Klimawandel wird schlimme Folgen haben wie Überschwemmungen, starke Stürme, heftige Niederschläge und Dürren. Kinder können sich im Katastrophenfall nicht selber helfen und sind auf Schutz angewiesen. Krankheiten wie Malaria oder Durchfall durch verseuchtes Trinkwasser werden zunehmen, was besonders für kleine Kinder lebensgefährlich ist.

Was genau macht Ihr in Kopenhagen?

Wir haben einen sehr vollen Zeitplan, treffen uns zu Workshops und diskutieren über die Folgen des Klimawandels. Eine Gruppe arbeitet an den Lösungsvorschlägen, die den Politikern beim Weltklimagipfel übergeben werden.

Was habt Ihr für Ideen für den Klimaschutz?

Mit dem Klimaschutz kann man gar nicht früh genug anfangen. Bei uns zu Hause in Wismar haben wir jüngeren Kindern gezeigt, wie man Energie sparen kann. Aufklärung ist wichtig, da muss auch in den Schulen noch mehr passieren.

Was sind Eure Forderungen an die Politiker?


Das diskutieren wir gerade – aber im Grunde sind wir uns sehr einig. Die reichen Länder müssen den ärmeren helfen, ihre Ziele zu erreichen. Und der Immissionshandel, mit dem einige Fabriken ihre Umweltbilanz schönen, gehört abgeschafft. Der Weltklimagipfel darf nicht scheitern, und es muss alles getan werden, um den Klimawandel zu stoppen.

Habt Ihr das Gefühl, mit Eurem Engagement wirklich etwas verändern zu können?


Das hoffe ich doch! Wir werden unsere Deklaration von Kopenhagen am Freitagnachmittag der dänischen Umweltministerin und Gipfelpräsidentin Connie Hedegaard übergeben. So wird unsere Botschaft die Regierungschefs beim Weltklimagipfel erreichen und hoffentlich etwas in Bewegung setzen.

Was habt Ihr nach dem Jugend-Klimagipfel vor?


Danach werden wir weiter als UNICEF-Klimabotschafter unterwegs sein. Wir freuen uns, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen noch vor seiner Abreise nach Kopenhagen in Berlin zu treffen und ihm unsere Forderungen mit auf den Weg geben zu können.

Mit Kilian sprach Andrea Floß von UNICEF

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Unterzeile zum Video "your world, your voice, your future"

"Your World, Your Voice, Your Future!"

Englischsprachiges Video von UNICEF International über Kinderrechte und Klimawandel.