
gesundheit - infos I/II
Panoramabild "Gesundheit"
Hauptsache gesund
Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit - so steht es in der UN-Kinderrechtskonvention (Art. 24). Gesunde Kinder sind nicht nur körperlich fit. Sie können auch besser lernen und fühlen sich rundherum wohler. Ein guter Gesundheitszustand ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Kinder sich gut entwickeln können. Die meisten Menschen wünschen sich deshalb auch gegenseitig Gesundheit. Viele denken über eine gesunde Lebensweise aber erst richtig nach, wenn sie krank sind. Und das müssten sie vielleicht gar nicht sein. Denn viele Krankheiten sind vermeidbar.
Gesund ins Leben starten
Immer noch sterben viele Babys kurz nach ihrer Geburt. In armen Ländern, abgelegenen Dörfern, Flüchtlingslagern oder nach Naturkatastrophen kommen sie oft unter schlechten Bedingungen zur Welt. Ihre Mütter können sie nicht ausreichend stillen und versorgen, weil sie selbst schlecht ernährt, krank und arm sind. Ein sauberes Bett, Seife oder ärztliche Betreuung können sie sich nicht leisten.
Gefahr Tetanus-Infektion
Eine der größten Gefahren für Mutter und Kind bei einer Geburt unter solchen Bedingungen ist eine Tetanus-Infektion. Die Überträger, die so genannten Tetanus-Sporen, sind im Boden zu finden, im Straßenstaub und auch in Kuhdung. Im Körper wirken sie wie tödliches Gift. Dagegen könnten Sauberkeit und eine Impfung helfen. Wer bei uns auf einen Nagel tritt, denkt sofort daran, ob der Impfschutz gegen Tetanus noch ausreicht oder aufgefrischt werden muss. UNICEF impft schwangere Frauen und stellt einfaches Material für eine hygienische Geburt bereit wie Plastikplanen und Seife.
Häufigste Todesursache: Durchfall
Die häufigste Todesursache bei Säuglingen sind Durchfallerkrankungen, oft ausgelöst durch schmutziges Wasser. Wird die Krankheit nicht erkannt und falsch oder gar nicht behandelt, kommt es zu lebensbedrohlichen Austrocknungen. Dabei kann schon eine einfache Zucker-Salz-Lösung helfen. UNICEF klärt in den Dörfern über die Vorbeugung und Behandlung von Säuglingskrankheiten auf und hilft, dass die ärmsten Familien kostenlose medizinische Behandlung erhalten.
Ausgewogene Ernährung
In den Entwicklungsländern erhalten rund 195 Millionen Mädchen und Jungen mit ihrer Nahrung nicht genügend Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Viele Kinder sind abgemagert, weil sie einfach nicht genug zu essen bekommen. Aber auch ein Kind mit einem dicken Bauch oder ein Kind, das nicht hungern muss, kann mangelernährt sein, wenn seine Nahrung zum Beispiel nicht genügend Eiweiß, Eisen oder Jod enthält. Häufig sind Armut, Naturkatastrophen oder Kriege die Ursachen für Mangelernährung. Oft wissen die Familien aber auch nicht, wie eine gesunde Ernährung für Kinder zusammengesetzt sein muss.
Kinder, die nicht ausgewogen ernährt werden, können sich nicht richtig entwickeln und sind anfällig für Krankheiten. Mangelernährung kann schwere Behinderungen auslösen. Viele Kinder erblinden infolge von Vitamin-A-Mangel. Viele bleiben durch Jodmangel in ihrer geistigen Entwicklung zurück. Damit steigt das Risiko, an Krankheiten wie Durchfall oder Masern zu sterben, die bei uns im Allgemeinen ganz harmlos verlaufen. UNICEF hilft zum Beispiel in Ruanda, die Kinder mit Vitaminen und Spezialnahrung zu versorgen. Dort erhalten Familien und allein lebende Kinder Saatgut und Geräte für das Anlegen von Gemüsegärten, damit sie sich selbst gesund versorgen können.
Ein einfaches und preiswertes Mittel gegen Durchfall ist Zucker-Salz-Lösung (ORS), die jeder selbst herstellen kann. ORS heißt "Orales Rehydratationssalz". 1968 entdeckten Forscher, dass Flüssigkeiten, denen Zucker und Salz - im richtigen Mischverhältnis - zugesetzt wurde, von der Darmwand aufgenommen werden können. Damit wurde es möglich, bei Durchfallerkrankungen die verlorene Flüssigkeit und die ausgeschwemmten Salze einfach durch das Trinken zu ersetzen.
UNICEF stellt weltweit jährlich rund 40 Millionen Päckchen der lebensrettenden Zucker-Salz-Mischung bereit. Ein Liter damit hergestellter Lösung reicht aus, um ein Kleinkind einen Tag lang wirksam gegen Durchfall zu behandeln. Darüber hinaus unterstützt UNICEF in zahlreichen Ländern die lokale Herstellung von ORS.
Für Sauberkeit sorgen
Viele Kinder leben mit ihren Familien in beengten und unhygienischen Verhältnissen. Sie haben kein sauberes Wasser und keine Toilette. Es gibt weder Wasser- noch Abwasserleitungen. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr mehr als 6 Millionen Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser und keine ausreichenden sanitären Bedingungen haben. Viele Menschen leben auf schmutzigem Boden, haben keine festen Häuser. Bei Regen müssen sie durch Dreck und Schlamm waten. Ihre Abfälle werden nicht beseitigt. Ihre Nahrung müssen sie sogar manchmal im Müll suchen. Sie leben von verdorbenen Lebensmitteln, die andere wegwerfen. In Städten leben die Armen häufig in Randgebieten mit verseuchtem Boden und verunreinigter Luft - manchmal direkt auf der Müllhalde.
Die Infektionsrate mit Krankheitserregern kann deutlich gesenkt werden: durch sauberes Wasser, saubere Toiletten, konsequente Sauberkeit und Vorsicht beim Zubereiten von Speisen und Getränken. Wenn das Wasser abgekocht wird und Lebensmittel nicht roh gegessen werden, können Krankheiten vermieden und Kinderleben gerettet werden.
Stand: Juni 2011
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Kinder benötigen besonderen Schutz und haben deshalb auch besondere Rechte. Alles über die "Konvention über die Rechte des Kindes" und viele Informationen zu dem Thema findest Du auf den younicef-Kinderrechte-Seiten.
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Hermann Schulz: Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt (2006)
Die Geschichte eines Jungen in Afrika, der auf der Suche nach Hilfe für seinen kranken Vater ist.
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7. April: Welt-Gesundheitstag
















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