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Panoramabild "Schule anderswo"

Mädchen sind besonders benachteiligt

LupeFür diese Mädchen aus Nepal ist Schulbildung eine große Chance, damit sie später ein besseres Leben führen können.

Vor allem Mädchen dürfen nicht überall zur Schule gehen. Manche können zwar eine Grundschule besuchen, aber keine weiterführende Schule. Wenn eine Familie Geld für den Schulbesuch aufbringen kann, schickt sie eher die Jungen. Mädchen werden im Haushalt gebraucht. Sie hüten die kleineren Geschwister. Die meisten Mädchen müssen früh heiraten. Eine gute Schulbildung ist aber für Mädchen genauso wichtig wie für Jungen. Denn die Mädchen und Frauen haben eine besondere Verantwortung für ihre Familien. Mädchen, die länger zur Schule gegangen sind, heiraten später und bekommen weniger Kinder. Sie können ihre Kinder besser versorgen. Sie haben gelernt, wie sie ihre Kinder ernähren und sauber halten müssen, damit sie gesund bleiben. Wenn die Frauen lesen, schreiben und rechnen können, geht es den Familien besser. Sie verdienen mehr und teilen das Geld besser ein als die Männer.Die Benachteiligung von Mädchen widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention. Hier steht, dass kein Kind benachteiligt werden darf – sei es wegen seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, seiner Rasse oder Nationalität.

Ohne Schulbesuch bleiben arme Menschen arm

Kinder aus armen Familien haben besonders wenig Gelegenheit zur Schule zu gehen. Schon kleine Kinder müssen arbeiten, damit die Familie überleben kann. Und weil die Kinder nicht zur Schule gehen können, werden sie arm bleiben. Alles, was man tut, kann man besser machen, wenn man lesen, schreiben und rechnen kann. Auch ein Bauer, der nur ein Stück Land bestellt, kann das besser, wenn er zur Schule gegangen ist. Er weiß besser, wie er den Boden bearbeiten muss und was er anbauen kann. Er wird mehr ernten und mehr Geld verdienen.

Arme Kinder wollen auch arbeiten

Es genügt nicht, den Kindern das Arbeiten zu verbieten und sie statt dessen zum Schulbesuch zu verpflichten. Denn die Familien brauchen das Geld, das die Kinder verdienen. Viele Kinder wollen arbeiten. Sie sind stolz auf ihre Arbeit. Also brauchen sie eine Möglichkeit zu arbeiten und zur Schule zu gehen. Ausbeuterische Kinderarbeit muss aber sofort unterbunden werden. Auch das ist ein Kinderrecht.

Die Vereinten Nationen haben beschlossen, dass bis zum Jahr 2015 alle Kinder auf der ganzen Welt wenigstens die Grundschule besuchen dürfen.

Schulen zum Lernen und Arbeiten

Eltern müssen mitbestimmen, welche Schulen für ihre Kinder gut sind. Sie sollten dort nicht nur lesen, schreiben, rechnen lernen, sondern auch alles, was das tägliche Leben erleichtert und verbessert: Hygiene, Gesundheit, Kinderpflege, Hausarbeit, Gartenarbeit, die Arbeit auf dem Land. Wichtig ist berufsbezogener Unterricht, der es den Kindern ermöglicht Geld zu verdienen. Dazu gehören z.B. Nähen und Schreinern oder Ähnliches. Zu manchen Schulen gehören Werkstätten. Die Kinder können hier lernen und praktisch arbeiten. In manchen Schulen gibt es auch etwas zu essen. Die Kinder können sogar dort schlafen, wenn der Schulweg zu lang ist.

Die Unterrichtszeit ist auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Manche Kinder gehen frühmorgens zum Unterricht, ehe sie mit der Arbeit beginnen. Andere Kinder kommen am Abend nach ihrem Arbeitstag in die Schule. UNICEF fördert unterschiedliche Schulprojekte in vielen Ländern.

Schule in der Kiste

Nicht überall gibt es Schulräume. In vielen Schulen fehlt Arbeitsmaterial. Besonders in Ländern, in denen Krieg und Gewalt herrschen und viele Kinder in Flüchtlingslagern leben müssen, fällt die Schule aus. Dafür hat UNICEF die „Schule in der Kiste“ gepackt. Mit dem Inhalt dieser großen Metallkiste kann überall dort, wo der Unterricht stattfinden soll, ein „mobiler Klassenraum“ eingerichtet werden.

Jede Kiste enthält Material für zwei Klassen mit jeweils 40 Grundschulkindern. In jeder Kiste sind 50 Schiefertafeln für die Kinder und 144 Stifte zum Beschreiben der Tafeln, 100 Schulhefte liniert, 100 Schulhefte kariert, 100 Radiergummis, 100 Anspitzer, 144 Bleistifte, 80 Schultaschen, 10 Lineale, 40 Scheren und ein Paket für die Lehrerin mit weiterem Material.

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