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Panoramabild "Schule anderswo"

Kinder haben das Recht, zur Schule zu gehen

Weil lernen so wichtig ist, haben alle Kinder das Recht, zur Schule zu gehen. Sie haben das Recht zu studieren oder eine Berufsausbildung zu machen, je nachdem, was ihren Fähigkeiten entspricht. Und sie sollten auch die Achtung vor den Menschenrechten und anderen Kulturen lernen. Das ist in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt. Leider ist dieses Recht aber für viele Kinder bis heute nicht verwirklicht. Weltweit gehen 67 Millionen Kinder nicht zur Schule. Jedes dritte lebt in Afrika südlich der Sahara.

Kein Geld für Schule

LupeManche Kinder müssen weit zur Schule gehen.

Die meisten Kinder würden gerne zur Schule gehen. Aber manche Staaten geben nicht genug Geld aus, um genügend Schulen zu bauen und Lehrkräfte auszubilden und zu bezahlen. In manchen Schulen müssen sich mehr als 100 Kinder in einen Raum drängen. Manchmal findet der Unterricht sogar im Freien statt. Oft fehlen Tafel, Kreide, Schulbücher, Papier, Stifte und was man sonst so alles braucht. Nicht alle Lehrer haben eine gute Ausbildung. Einige verdienen sehr wenig.

Die meisten Schulen gibt es in den großen Städten und für die Reichen. Denn sehr oft muss der Schulbesuch von den Eltern bezahlt werden. Arme Familien können das nicht. Sie besitzen auch nicht genug Geld für Bücher und Kleidung. Deshalb müssen schon kleine Kinder arbeiten gehen, um Geld für die Familie zu verdienen. Sie haben keine Zeit für den Schulbesuch. Manchmal ist der Schulweg zu weit und gefährlich, so dass die Eltern den Schulbesuch nicht erlauben. Mädchen sind besonders benachteiligt.

Mehr über das Recht auf Bildung findest du in der UNICEF-Infothek (siehe Thema "Bildung").

Schulen für Afrika

In Afrika geht jedes dritte Kind nicht zur Schule. Gut ausgebildete Lehrer sind selten. Für Kinder aus armen Famlien sind Hefte, Bücher und Stifte oft unbezahlbar. Besonders benachteiligt sind die vielen Kinder ohne Eltern. Und Mädchen haben meist noch weniger Chancen als Jungen. Deshalb hat UNICEF gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Stiftung die Aktion "Schulen für Afrika" gestartet. UNICEF baut neue Schulen oder repariert vorhandene, besorgt Schulmaterial und bringt den Lehrern bei, wie man guten Unterricht macht. Bildung ist die beste Entwicklungshilfe: Nur wer Lesen, Schreiben und Rechnen kann, hat eine Chance, der Armut zu entkommen. Die Kinder lernen in der Schule auch, wie wichtig die tägliche Hygiene ist und wie sie sich vor AIDS schützen können.  Lest hier die Geschichte von Ennifer aus Malawi.

Mehr Infos zu Schulen für Afrika hier auf der younicef-Website.

 

Eine Schule für die Maya-Kinder

LupeIn der Schule lernt Maria auch die Geschichte und Bräuche ihres Volkes.

In Guatemala fördert UNICEF z.B. Schulen für Maya-Kinder. Die Maya sind Indianer. In der Schule können die Maya-Kinder in ihrer eigenen Sprache lernen und in der Landessprache Spanisch, die viele zu Hause nicht lernen würden. Sie lernen dort nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Sie lernen auch, wie sie gesund bleiben. Sie lernen praktische Dinge für ihren Alltag.

Maria geht dort zur Schule. Sie will Lehrerin werden. Sie muss hart arbeiten, um diesen Traum zu verwirklichen. Maria steht um sechs Uhr auf, bereitet das Frühstück für die Familie und spült das Geschirr. Dann läuft sie zur Schule. Zum Mittagessen ist sie wieder zu Hause. Nachmittags arbeitet sie auf dem Maisfeld. Abends warten noch die Hausaufgaben.

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In Deutschland geht jedes Kind zur Schule. Weltweit gibt es jedoch viele Kinder, die nicht einmal die Grundschule besuchen. Was meinst Du: Wie viele sind es?

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buchtipps

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Das südafrikanische Mädchen Tshidiso lebte bisher in ärmlichen Verhältnissen in einem Township. Nach Ende der Rassentrennung geht es in die Stadt und besucht eine der ersten "ge-
mischten" Schulen. Dort muss Tshidiso sich gegenüber ihren weissen und auch schwarzen Mitschülerinnen behaupten.

Nasrin Siege: Sombo, das Mädchen vom Fluss (2004)
Das Buch gibt detailreiche Einblicke in das Leben und den Alltag einer jungen Frau in Sambia.

Nasrin Siege: Juma (2004)
Der Junge Juma haut von zu Hause ab, nachdem seine Mutter gestorben ist und sein Vater trinkt. Es dauert lange, bis er sich von einer Hilfsorganisation helfen lässt.

Tahar Ben Jelloun: Die Schule der Armen (2003)
Ein afrikanischer Lehrer kämpft gegen Kinderarbeit, weil seine Klasse nicht mehr zum Unterricht erscheint. Stattdessen arbeiten seine Schüler für nur einen Dollar am Tag in einer Schuhfabrik.
 

deine rechte

Kinder benötigen besonderen Schutz und haben deshalb auch besondere Rechte. Alles über die "Konvention über die Rechte des Kindes" und viele Informationen zu dem Thema findest Du auf den younicef-Kinderrechte-Seiten.

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