
aids - infos II/II
Panorama-Bild AIDS
Medikamente können das Leben verlängern
Wer sich mit dem HI-Virus infiziert, wird irgendwann daran sterben. Aber seit der Entdeckung des Virus wurden Medikamente entwickelt, die den Kranken ein (fast) normales Leben ermöglichen und es um viele Jahre verlängern.
Es gibt besondere Medikamente, die die Gefahr, dass ein Baby bei der Geburt von der Mutter angesteckt wird, stark verringern (mehr dazu: siehe weiter unten). In Deutschland erhalten heute fast alle HIV-Infizierten diese Medikamente.
Teure Medikamente
In armen Ländern können sich viele Menschen diese lebensverlängernden Medikamente nicht leisten. Es gibt nicht überall Krankenkassen, die die Medikamente bezahlen, kaum Krankenhäuser, Ärzte und selten spezielle Medikamente für Kleinkinder und Mütter. Und nicht alle Regierungen sind bereit, diese Medikamente zu finanzieren. Die Medikamente gegen Aids könnten billiger werden, wenn die ursprünglichen Hersteller, die Pharma-Firmen, ihr Einverständnis dazu geben. Sie müssen den armen Ländern die Einfuhr oder die Herstellung von Medikamenten mit der gleichen Wirkung, aber aus preiswerteren Stoffen, so genannte „Generika“, erlauben.
In Südafrika kostet die Behandlung eines Kranken mit „normal“ teurer Medizin monatlich etwa 2.300 Rand, das sind etwa 222 EURO. Sie könnte mit Generika auf 700 Rand, etwa 68 EURO sinken. Aber auch das ist noch viel Geld. Denn wer in Südafrika Arbeit hat, verdient pro Monat nur ca. 1.500 Rand, das sind 145 EURO. 20% der Erwachsenen sind arbeitslos. Ähnlich sind die Einkommensverhältnisse auch in anderen armen Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Nur etwa 8% der Kranken in armen Ländern bekommt die notwendigen Medikamente.
UNICEF-Hilfen für Kinder mit HIV und Aids
UNICEF Deutschland unterstützt Programme für medizinische Versorgung und Betreuung von Aids-Waisen, für HIV-positive Mütter und Aufklärung in Haiti, Kambodscha, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und der Ukraine.
- Mosambik:
UNICEF bildet freiwillige Helfer aus, die Aids-Waisen im Haushalt helfen und sich darum bemühen, dass den Kindern die Schulgebühren erlassen werden.
Mehr Infos (pdf) - Ukraine:
UNICEF hilft, die Betreuung infizierter Mädchen und Jungen zu verbessern, denn sie werden in normalen Kindergärten nicht aufgenommen.
Mehr Infos (pdf) - Malawi:
UNICEF fördert die Arbeit von dörflichen Aids-Komitees. Diese vergeben Kleinkredite an betroffene Familien und verteilen Nahrungsmittel.
Mehr Infos (pdf) - Namibia: UNICEF hat in Namibia ein Programm zur Prävention gestartet, in dem die Jugendlichen selbst die AIDS-Aufklärung vorantreiben.
Mehr Infos (pdf) - Sambia:
UNICEF schult Gesundheitspersonal bei der Behandlung infizierter Kinder und beschafft lebensverlängernde Medikamente und HIV-Test-Kits.
Mehr Infos (pdf) - Kambodscha:
UNICEF unterstützt die Arbeit der Mönche in der westkambodschanischen Region Battambang. Zur Betreuung gehört eine Grundschulausbildung.
Mehr Infos (pdf) - Haiti:
UNICEF unterstützt die Gesundheitsvorsorge für werdende Mütter und hilft bei der Betreuung von Waisen. Außerdem verstärkt UNICEF die Aids-Aufklärung für Jugendliche.
Mehr Infos (pdf)

- LupeKinder und Jugendliche informieren Gleichaltrige über den Schutz vor AIDS.
UNICEF schult auch Jugendliche, die andere Kinder über Sexualität, Verhütung und Aids informieren. Diese Arbeit fördert das Verständnis für die schwierige Situation der Waisen.
UNICEF ermöglicht Schwangeren, sich kostenlos auf eine HIV-Infektion testen zu lassen. HIV-positive Frauen werden beraten und erhalten Medikamente, um das Risiko einer Übertragung des Virus auf ihr Baby zu senken.
Bereits mit einfachen Mitteln kann Leben gerettet werden. So kann UNICEF für 5 Euro eine HIV-positive Schwangere und ihr Baby mit Nevirapin versorgen, um das Risiko der Übertragung des Virus zu senken. Für 8 Euro stellt UNICEF HIV-Tests für zehn Jugendliche bereit.
extras
buchtipps
Lutz van Dijk: Township Blues (2000)
Thina ist 14 als sie von zwei Jugendlichen brutal vergewaltigt wird und HIV-positiv ist. Ein spannender Roman über Mut und Toleranz und die Wirklichkeit in Südafrika.
Henning Mankell: Das Rätsel des Feuers (2002)
Als ihre ältere Schwester an Aids erkrankt kümmert sich Sofia um sie. Ein Buch über Liebe, Sex, Krankheit und Sterben in Mosambik.
links zum thema
Materialien gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
BzgA
51101 Köln
Fax: 0221/8992-257www.bzga-avmedien.de











UNICEF