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erster schultag in haiti

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Schulstart in Haiti: Die Kinder freuen sich auf den Unterricht. Foto: UNICEF/Schneider

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Neun Monate nach dem Erdbeben gehen rund 720.000 Kinder wieder zur Schule

Baustein 1

11. Oktober 2010  - Neun Monate nach dem schweren Erdbeben in Haiti gehen die Kinder dort wieder zur Schule: Anfang Oktober begann für rund 720.000 Kinder mit Unterstützung von UNICEF das neue Schuljahr. Seit dem Erdbeben im Januar wurden mit Hilfe von UNICEF bereits Hunderttausende Kinder in mehr als 1.400 Zeltschulen unterrichtet. Nun sind in den Sommerwochen in der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen betroffenen Städten Übergangsschulen entstanden, die den Kindern einen sicheren Raum für den Unterricht und Schutz vor der Witterung bieten. Bis November errichtet UNICEF rund 200 dieser einfachen Schulen. 15.000 Lehrer wurden fortgebildet, um den Schülerinnen und Schülern bei der Verarbeitung der schrecklichen Erlebnisse zu helfen. Bis zum Ende des Jahres wird UNICEF außerdem Rucksäcke, Hefte, Stifte und T-Shirts an die Kinder verteilen. Haiti war schon vor dem Beben eines der ärmsten Länder der Welt. Weil es nicht genügend Schulplätze für alle gab, konnte fast jedes zweite Kind nicht zur Schule gehen. Zusätzlich wurden durch das Erdbeben, bei dem am 12. Januar mehr als 220.000 Menschen ums Leben kamen, rund 4.000 Schulen zerstört.

 

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Aktion "Geh zur Schule"

Baustein 2

Die landesweite Aktion „Geh zur Schule“ soll möglichst schnell möglichst viele Kinder in die Schule zurückbringen. Gleichzeitig soll das haitianische Schulsystem verbessert werden, indem zum Beispiel mehr Lehrer ausgebildet werden, mehr Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stehen und mehr Kinder zur Schule gehen können. In der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen Städten konnte UNICEF bisher mehr als 240.000 Kindern einen Übergangsunterricht ermöglichen. Gemeinsam mit Partnern und dem haitianischen Bildungsministerium arbeitet UNICEF jetzt am Wiederaufbau von Schulen. Auch neun Monate nach dem Erdbeben ist die Situation der Kinder schwierig. 1,3 Millionen Menschen leben weiter in Zelten in überfüllten Notlagern – fast die Hälfte davon sind Kinder.

 

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Schon viel erreicht

Baustein 3

Obwohl die Kinder in Haiti immer noch viel Hilfe und Unterstützung brauchen, hat UNICEF schon viel erreicht:

  • Hunger und Epidemien konnten bisher verhindert werden. UNICEF hat über eine Million Kinder und Jugendliche gegen gefährliche Krankheiten geimpft. Zum Schutz vor der Tropenkrankheit Malaria, die von Mücken übertragen werden kann, hat UNICEF mit seinen Partnern 120.000 Moskitonetze verteilt.
  • UNICEF hilft dabei, dass jeden Tag 182.000 Menschen sauberes Trinkwasser bekommen. UNICEF hilft auch, zerstörte Wasserleitungen zur reparieren.
  • UNICEF hat in den Zeltlagern, in denen auch neun Monate nach dem Erdbeben immer noch viele Haitianer leben, so genannte Kinderschutzzonen eingerichtet. 321 davon gibt es bisher. Jeden Tag kommen 80.000 Kinder in diese Schutzzonen, um in sicherer Umgebung zu spielen und zu lernen.

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Alle ausführlichen Daten und Fakten zu "Erster Schultag in Haiti" findet Ihr in der aktuellen Pressemitteilung von UNICEF auf www.unicef.de

Hier gibt es viele ältere Informationen über Haiti auf younicef.de (von Juli 2010).