Überschrift

haiti-hilfe geht weiter

Bild

Kinder vor einem Zelt in einem der vielen Lager in der Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince.

Headline / Subheadline

Haiti 6 Monate nach dem Erdbeben

Hilfe geht weiter

Baustein 1

Jameslay Petit auf dem Arm seiner Mutter. Er ist vier Monate alt und mangelernährt. Durch das von UNICEF unterstützte Ernährungsprogramm erhält er therapeutische Zusatznahrung und medizinische Hilfe.
LupeJameslay ist vier Monate alt und mangelernährt. Im UNICEF-Ernährungszentrum erhält er Zusatznahrung und medizinische Hilfe.

15. Juli 2010 - Die Situation der Kinder in Haiti ist nach dem furchtbaren Erdbeben noch immer bedrückend. Die Arbeit in Haiti in den vergangenen sechs Monaten war für UNICEF einer der größten Katastropheneinsätze überhaupt. UNICEF leistete in dieser Zeit umfassende Nothilfe - zum Beispiel, was die medizinische Grundversorgung, sauberes Trinkwasser, Ernährung und Schutzutensilien angeht. So konnten bereits Hunderttausende Mädchen und Jungen erreicht werden.
 
 

Schon viel geschafft

Die zahlreichen Spender aus Deutschland haben die Haiti-Nothilfe von UNICEF bisher mit zehn Millionen Euro unterstützt. UNICEF versucht mit diesen Spendengeldern die Grundlagen für einen Neuanfang für die Kinder in Haiti zu schaffen. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt.

UNICEF hat in Haiti schon eine ganze Menge erreicht. Beispielsweise:

  • Epidemien konnten verhindert werden.
  • Die Mangelernährung bei Kindern ist nicht weiter angestiegen.
  • 330.000 Menschen erhalten sauberes Trinkwasser - jeden Tag!
  • 275.000 Kinder wurden gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten geimpft.
  • 1.300 große Schulzelte wurden aufgebaut. Darin findet vorübergehend der Schulunterricht statt. Außerdem wurden mehrere Tausend Lehrer ausgebildet, damit die Kinder eine bessere Bildung erhalten. Und 185.000 Schulkinder haben Material zum Lernen erhalten.
  • UNICEF hat mitgeholfen, so genannte Kinderschutzzonen einzurichten. 225 davon gibt es bisher. Hier können die Kinder ungestört spielen und lernen. Über 60.000 Kinder kommen täglich in diese Schutzzonen.
  • UNICEF unterstützt 126 Ernährungszentren. Hier erhalten mangelernährte Kinder besondere zusätzliche Nahrung.

 

Noch ein weiter Weg

Baustein 2

UNICEF-Botschafter und Weltfußballer Lionel Messi besucht UNICEF-Projekte in Haiti. Foto: UNICEF/NYHQ2010-1396/Markisz.
LupeUNICEF-Botschafter und Weltfußballer Lionel Messi besuchte im Juli UNICEF-Projekte in Haiti.

Aber: Die Arbeit in Haiti ist noch lange nicht abgeschlossen. Noch immer ist für UNICEF und die anderen Hilfsorganisationen jede Menge zu tun. Zum Beispiel:

  • UNICEF schätzt, dass weiter über 800.000 Kinder in Haiti in Notaufnahmelagern extrem gefährdet sind - von Krankheiten, Mangelernährung und Gewalt.
  • Ca. 1,6 Millionen Menschen leben immer noch in sehr überfüllten Notlagern. Fast die Hälfte von ihnen sind Kinder. Das Problem in diesen Notlagern: Die dort untergebrachten Menschen leben dort auf sehr engem Raum und unter teilweise sehr schlechten hygienischen Bedingungen.
  • Jetzt gerade fängt in Haiti wieder die Hurrikan-Saison an. Wetterexperten gehen davon aus, dass es schwere Stürme geben wird. Dadurch sind viele Notlager mit Hundertausenden Bewohnern von Überschwemmungen bedroht - z.B. in der Hauptstadt Port-au-Prince. 
  • Der Wiederaufbau beginnt nur sehr langsam. Aus den Notlagern drohen neue Slums zu werden.

extras

links

Alle ausführlichen Daten und Fakten zu "Haiti - 6 Monate danach" findet Ihr in der aktuellen Pressemitteilung von UNICEF auf www.unicef.de

Hier gibt es viele ältere Informationen über Haiti auf younicef.de (von April 2010).