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erdbeben in haiti
Ein Junge in Haiti hält seine kleine Schwester auf dem Arm.

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Hilfe für die Kinder in Haiti

3 Monate danach: Unterricht in Zelten 

13.04.2010 - Das Erdbeben in Haiti liegt nun bereits drei Monate zurück. Trotzdem ist das Leben für die Kinder in Haiti noch immer weit von einem ganz "normalen", geregelten Alltag entfernt. Viele Tausend Menschen leben seit der Katastrophe am 12. Januar in Notlagern. Das Problem in diesen Notlagern: Die dort untergebrachten Menschen leben dort auf sehr engem Raum und unter teilweise sehr schlechten hygienischen Bedingungen. Zum Glück konnte trotzdem bisher verhindert werden, dass sich dort Seuchen und andere Krankheiten ausbreiten. 

März 2010

UNICEF-Nothilfe in Haiti. Foto: UNICEF

Für einen Teil der Kinder in Haiti hat inzwischen die Schule wieder begonnen. UNICEF hat das Programm "Geh zur Schule" gestartet, gemeinsam mit anderen Partner-Hilfsorganisationen. Da die meisten Schulen durch das Erdbeben zerstört worden sind, findet der Unterricht jetzt erst einmal in großen Zelten statt - in so genannten Notschulen. Mehr als 200.000 Schulkinder erhalten gerade Schulmaterialien wie Hefte und Stifte. 500.000 weitere Schulpakete sind gerade auf dem Weg nach Haiti. 

Auch vor dem Erdbeben gingen die Hälfte der Kinder in Haiti nicht zur Schule. Anders als bei uns in Europa gab es bislang kein funktionierendes Schulsystem in Haiti. UNICEF versucht deshalb, so viele Kinder wie möglich in die Schulen zu bringen - auch die, die vor dem Erdbeben nicht zur Schule gehen konnten. Außerdem organisiert UNICEF auch Ausbildungskurse für Lehrer und setzt sich dafür ein, dass Schulen in Haiti zukünftig erdbebensicher gebaut werden. 
 

Kinder werden geimpft

Impfungen

Mit Unterstützung von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation und den lokalen Behörden werden seit Anfang Februar rund 900.000 Menschen im Erdbebengebiet in Haiti gegen gefährliche Krankheiten geimpft. Die Kinder erhalten Impfschutz gegen Masern, Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten. UNICEF hat dazu die Impfstoffe und Spritzen beschafft und Kühlmöglichkeiten für die Impfstoffe organisiert. 

Außerdem stellt UNICEF viele weitere Medikamente zur Verfügung.
 

Ernährung

Gegen Mangelernährung

Viele Kinder in Haiti sind akut mangelernährt. Diese Kinder werden in Ernährungszentren besonders versorgt - von Organisationen wie UNICEF. Bisher wurden schon über 100.000 Kleinkinder und junge Mütter über diese Ernährungszentren erreicht. Wenn Mütter Probleme haben, ihre Babys zu stillen, können sie außerdem in einer speziellen Beratungsstelle Hilfe erhalten.
 

Wasserversorgung

UNICEF hilft bei Wasserversorgung

Mit Flugzeugen und Schiffen bringt UNICEF Hilfsgüter nach Haiti. Insbesondere geht es darum, genügend sauberes Wasser für Kinder und Erwachsene bereit zu stellen. UNICEF liefert deshalb zum Beispiel Wasserkanister und Wasseraufbereitungstabletten, aber auch Medikamente gegen Durchfall, Zelte, Erste-Hilfe-Pakete und Schul- und Spielmaterial. Jeden Tag versorgen UNICEF und seine Partner über 1 Million Menschen mit sauberem Trinkwasser! Und mehr als 5.000 Latrinen (das sind einfache Toiletten) wurden bereits angelegt. Auf der UNICEF-Website könnt Ihr Euch die Liste der Hilfsgüter anschauen, die UNICEF bereits nach Haiti gebracht hat.
 

Schutzzonen

Schutzzonen für die Kinder

UNICEF bereitet auch die Einrichtung von Schutzzonen für Kinder vor, die ihre Eltern nicht finden können und die ganz allein unterwegs sind. In diesen Schutzzonen bekommen sie Essen und Kleidung und werden untersucht. Von dort aus wird auch die Suche nach Eltern und anderen Verwandten organisiert.

UNICEF hat selbst auch ein Büro in Haiti. Es wurde bei dem Beben schwer beschädigt, aber zum Glück konnten sich alle Mitarbeiter in Sicherheit bringen. Sie arbeiten jetzt zusammen mit UNICEF-Teams aus aller Welt für die betroffenen Kinder.
 

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, findet Ihr hier weitere Informationen zum Erdbeben.

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Sterlings Suche nach ihrer Familie

Die fünfjährige Sterling verlor kurz nach dem Erdbeben auf Haiti ihre Familie. Mit der Hilfe von UNICEF haben sich das Mädchen und ihr Vater wieder gefunden - hier ist ihre Geschichte.

Fotoslideshow

Februar 2010: Die fünfjährige Sterling lebt mit ihrem Vater Iste Mui in einem der vielen Zeltlager der Hauptstadt Port-au-Prince. Elf Tage nach dem starken Erbeben in Haiti verliert das Mädchen beim Einkaufen die Orientierung und verläuft sich. Glücklicherweise kümmern sich UNICEF und eine Gastfamilie um sie. Mit deren Hilfe hat Sterling nach über einem Monat ihren Vater und ihre Familie wieder gefunden – hier ist ihre Geschichte.

Die Mitarbeiter von UNICEF haben Sterling Bilder von ihrem Zuhause und der Umgebung malen lassen. Sie hoffen, dass so die Erinnerungen zurückkommen und ihr dabei helfen, ihre Familie wieder zu finden.

Die UNICEF-Mitarbeiter haben viel mit Sterling geredet, um mehr Details über ihre Herkunft zu erfahren. In der Hoffnung ihre Familie zu finden, fuhren sie mit ihr durch die Straßen der Hauptstadt Port-au-Prince. Als Sterling einige Gebäude und Straßen wieder erkannte, setzten sie ihre Suche zu Fuß fort.

Sterling, immer sicherer, dass sie auf dem richtigen Weg ist, hüpft und springt über die Straße. Sie lacht freudig in die Kamera, denn nun ist es nicht mehr weit bis zum Zelt ihrer Tante in einem Übergangslager für Obdachlose - da ist sie sich sicher!

Am Zelt angekommen, treffen sie auf Sterlings Schwester Sascha und ihre Tante Elude. Die Freude ihrer Tante über das Wiedersehen mit der verloren geglaubten Nichte hält sich in Grenzen – eigentlich lebe Sterling mit ihrem Vater. Dieser sei jedoch auf der Arbeit, so die Tante. Sterling ist traurig und hat Angst, dass ihre Familie sie gar nicht vermisst hat.

Kurz darauf hat sie die Gelegenheit, ihren Vater anzurufen. Sie ist sich nicht sicher, ob es tatsächlich ihr Vater ist, mit dem sie am Telefon spricht. Obwohl Sterling nun ihre Familie wieder gefunden hat, kann sie noch nicht bei ihnen bleiben. Erst wenn die Verwandtschaft bestätigt ist, wird UNICEF sie an ihre Familie übergeben.

Sterlings Vater weint, als er endlich seine kleine Tochter in den Armen hält. Über einen Monat lang war sie verschwunden. Als er ihren Anruf erhielt, war er gerade auf der Arbeit. Ohne auch nur eine Minute zu zögern, ließ er alles stehen und liegen und machte sich auf den Weg nach Hause – selbst das viel zu teure Motorradtaxi nahm er dafür in Kauf.

Iste Mui wirbelt Sterling glücklich durch die Luft – endlich sind sie wieder vereint! Bevor sie gemeinsam nach Hause gehen können, muss Iste Mui jedoch nachweisen, dass er Sterlings Vater ist. Bis alle Papiere vorliegen, bleibt Sterling bei der Gastfamilie, die sie einen Monat lang liebevoll umsorgt hat.

Sterling hält die Hand ihres Vaters, als sie die Gastfamilie verabschiedet, um zu ihrer eigenen Familie zurück zu kehren. Sie trägt eine Tasche voller Stifte, Blöcke und Seife, die sie von UNICEF bekommen hat.

Glücklich lächelt Sterling in die Kamera - endlich ist sie wieder Zuhause!
Fotos: UNICEF/Noorani

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extras

online-spiel haiti

Im englischsprachigen Online-Spiel "Ayiti - The Cost of Life" übernimmst Du die Verantwortung für eine 5-köpfige Familie in Haiti. 

Geeignet ab 12 Jahren. 

Los geht's zum Spiel (auf der Internationalen UNICEF-Website).

Zum Spiel

Hier findet Ihr eine kleine Anleitung zum Spiel (PDF).

danke

Eure Aktionen für die UNICEF-Nothilfe Haiti
Viele von Euch haben Aktionen für die UNICEF-Nothilfe Haiti gestartet. Das finden wir ganz toll und sagen "Danke"! Mehr Infos

Auch Haiti sagt "Danke"!
Diese gemalten Grüße erreichten uns aus Haiti:

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Unterzeile zum Bild

"Es lebe die Freude, es leben die Kinder - Danke!"

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Unterzeile zum Bild (Kopie 1)

"Liebe ist die Kette Gottes, die uns verbindet, auch wenn wir weit weg sind. Ich liebe Euch."