unicef juniorbotschafter 2009

Platz 3:

Ein Kinderrechtebaum für Lörrach

Die Kinderrechte sind so wichtig, sie sollten auch im baden-württembergischen Lörrach im Mittelpunkt des Stadtlebens und damit im Bewusstsein der Menschen stehen. Das ist der Grundgedanke der Lörracher UNICEF-JuniorBotschafter-Gruppe. Deshalb beschließen die 25 Kinder zwischen 8 und 18 Jahren unter der Leitung der ehrenamtlichen UNICEF-Mitarbeiterin Christine Langen, an zentraler Stelle ein deutliches Zeichen für Kinderrechte zu setzen: Sie pflanzen einen Kinderrechtsbaum. „Unser Zeichen sollte lebendig sein, es sollte jung sein, wie wir, es sollte ein Symbol für Leben und Gedeihen sein, es sollte Generationen überdauern, es sollte noch sichtbar sein, wenn wir schon groß sind, es sollte mit uns wachsen, es sollte ein Baum sein“, schreibt die Lörracher Gruppe in ihrer Einsendung. Seit Dezember 2008 sind die Kinderrechte in Lörrach nun fest verwurzelt: Am Alten Rathaus im Aichelepark steht eine Linde, die von den JuniorBotschaftern jeden Monat anders dekoriert wird und die für alle Bürger gut sichtbar für Kinderrechte wirbt.

 

Die Einzelheiten

 

Drei der Kinder übernehmen die Leitung für die Aktion: Niklas Zollinger (11), Christella Langen (14) und Amanda Isak (17). Zuerst wird die Genehmigung der Stadt eingeholt, einen Kinderrechtsbaum im Park pflanzen zu dürfen. Anschließend verkauft die Gruppe auf der Kinderbuchmesse in Lörrach Lose, um den Baum und ein Hinweisschild zu finanzieren. Dafür gestalten sie einen „Wunderbaum“ mit 600 selbst gemachten Blättern, Vögeln und Figuren, die die Messebesucher gegen ihr Los eintauschen können. Am 10. Dezember 2008 ist es dann so weit: Der Kinderrechtsbaum kann in einer feierlichen Zeremonie gepflanzt werden. Für die folgenden Monate übernehmen jeweils einige JuniorBotschafter die Rolle der Paten für ihren Baum. Sie pflegen ihn und dekorieren ihn jeden Monat neu. Eine lokale Tageszeitung druckt davon ein Foto und stellt dazu in jedem Monat des Jahres 2009 einen anderen Artikel aus der UN-Kinderrechtskonvention vor.

LupePreisverleihung mit Ann Kathrin Linsenhoff

Begründung der Jury

Die Jury ist von der Aktion „Kinderrechtsbaum“ begeistert, weil hier ein sehr starkes und stimmiges Symbol gewählt und die Aktion auf vorbildliche Weise geplant und umgesetzt wurde. Der Baum steht dafür, dass die Kinderrechte fest verwurzelt sein müssen, um zu wachsen und zu gedeihen. Er ist stark und lebendig, aber er braucht auch Schutz und Pflege. Außerdem hat der Jury sehr gefallen, dass die Aktion besonders viel Öffentlichkeit erreicht. Eine lokale Zeitung berichtet über mehrere Monate hinweg und informiert über Kinderrechte. Selten ist eine Aktion von JuniorBotschaftern so langlebig: Nicht nur, dass der Baum 2009 jeden Monat neu gestaltet wird und so immer neu Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Linde wird noch in Lörrach stehen, wenn die JuniorBotschafter von heute schon selbst Kinder und Enkel haben und die Bürger der Stadt an die Rechte von Kindern erinnern.

Die sehr ausführliche Dokumentation ist als „Fortsetzungsroman“ angelegt: Die UNICEF-JuniorBotschafter-Gruppe Lörrach hat schon im vergangenen Jahr Aktionen für Kinderrechte umgesetzt und will sich auch weiterhin engagieren.

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Video JuBo_2009_Platz3

Unterzeile Jubo2-Video

Kinderrechtsbaum in Lörrach