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mein recht auf wasser

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Ein elfjähriger Junge in Usbekistan erfrischt sich in einem Springbrunnen | Foto: UNICEF/Giacomo Pirozzi
Das Titelbild des UNICEF-Reports 2012 'Mein Recht auf Wasser': Ein Junge trinkt sauberes Wasser aus einem Wasserhahn. Foto: UNICEF.

2. Juli 2012 - In Deutschland müssen wir nur den Wasserhahn aufdrehen, um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Bei einem Großteil der Menschen in Afrika, Asien und Südamerika ist dies aber nicht der Fall. Fast jeder Zweite von ihnen leidet an Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene und verseuchtes Wasser hervorgerufen werden. Zum Beispiel an Durchfall, Cholera, Typhus und Gelbsucht. Viele dieser Krankheiten verlaufen tödlich. 

Deshalb hilft UNICEF in über 100 Ländern, die Wasser- und Hygienesituation für Kinder dauerhaft zu verbessern. Denn die Kinder leiden am meisten, wenn sauberes Trinkwasser knapp wird.

Im Juni hat UNICEF einen neuen Bericht zu diesem Thema veröffentlicht. Der Report heißt "Mein Recht auf Wasser". Er untersucht ganz gezielt, wie die ärmsten Familien dieser Welt mit Wasser versorgt werden.

Die Ergebnisse des neuen Wasserberichts

Wasserversorgung der ärmsten Familien

  • 780 Millionen Menschen weltweit haben bis heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • 2,5 Milliarden Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Toiletten.
  • Jedes Jahr sterben 1,1 Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen. Die Ursache dafür sind die schlechten hygienischen Verhältnisse und verunreinigtes Wasser. Dabei könnte schon einfaches Händewaschen mit Seife die Gefahr von Durchfallerkrankungen um rund 45 Prozent verringern. 
  • Von den Fortschritten profitieren oft nur die ohnehin schon Wohlhabenden. Bei den Ärmsten dagegen kommen die Fortschritte nicht an. Ein Beispiel: In Indien haben unter dem reichsten Fünftel der Bevölkerung fast alle Menschen (nämlich 98 Prozent) sanitäre Einrichtungen. Unter dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung hat dagegen fast niemand einen Zugang zu Toiletten. Ein anderes Beispiel: Wenn arme Familien in Indien bei privaten Wasserhändlern Wasser kaufen, dann zahlen sie dafür bis zu 50 mal mehr als ihre wohlhabenden Nachbarn, die an ein Wasserversorgungsnetz angebunden sind.
  • Sauberes Wasser wird in immer mehr Regionen zum kostbaren Gut. Im Jahr 2000 herrschte bereits in 30 Ländern absolute Wasserarmut. In den nächsten Jahren werden weitere Länder mit Wassermangel hinzukommen. Die Gefahr von Auseinandersetzungen wird damit immer größer. Es könnte zu Konflikten um Brunnen und zu bewaffneten Kämpfen kommen. 

Fotostrecke "Mein Recht auf Wasser"

Jedes Jahr sterben allein 1,1 Millionen Kinder in Folge schlechter hygienischer Verhältnisse an Durchfall. Einfaches Händewaschen mit Seife könnte die Gefahr von Durchfallerkrankungen um rund 45 Prozent verringern. Fast jeder Zweite in einem Entwicklungsland leidet an Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser entstehen. Foto: UNICEF/Asselin

Die Kinder dieser Welt sollen eine Chance haben, gesund aufzuwachsen. Deshalb ist es so wichtig, dass sie Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten und informiert werden über Hygiene und Krankheitsursachen.
Foto: UNICEF/Holt

UNICEF unterstützt in über 100 Ländern Programme, um die Wasser- und Hygienesituation für Kinder zu verbessern. Zum Beispiel werden mit Hilfe von UNICEF Wasserpumpen für sauberes Trinkwasser und einfache Toilettenanlagen gebaut.
Foto: UNICEF/Noorani

Ein Junge in einem der Randbezirke von Luanda, der Hauptstadt Angolas. Hier fehlt es den Menschen an ganz existenziellen Dingen: Sie haben keine Toiletten und keinen Zugang zu sauberem Wasser. In der Regenzeit überschwemmt dieser  mit Unrat und Abwässern gefüllte Kanal das umliegende Gelände.
Foto: UNICEF/Williams

Ein Flüchtlingscamp in Niger, einem der Länder der Sahelzone. Hier haben 2.600 Menschen aus Mali Zuflucht gefunden vor der Gewalt in ihrem Heimatland. Sie werden mit sauberem Trinkwasser und Nahrung versorgt.
Foto: UNICEF/CTidey

Jedes Jahr verlieren Millionen Menschen durch Überschwemmungen ihr Zuhause. So zum Beispiel auch dieses Mädchen in der pakistanischen Provinz Sindh. Nach den heftigen Monsunregenfällen im vergangenen Jahr musste es mit seiner Familie vor den Wassermassen fliehen.
Foto: UNICEF/Page

Im letzten Jahr haben in Ostafrika mehr als 13 Millionen Menschen unter der schwersten Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten gelitten. Der Grund waren eine extreme Dürre und schlechte Ernten. Auch jetzt noch sind viele Menschen auf Hilfe angewiesen.
Foto: UNICEF/Julia Zimmermann

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