
Überschrift
mein recht auf wasser
Bild
2. Juli 2012 - In Deutschland müssen wir nur den Wasserhahn aufdrehen, um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Bei einem Großteil der Menschen in Afrika, Asien und Südamerika ist dies aber nicht der Fall. Fast jeder Zweite von ihnen leidet an Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene und verseuchtes Wasser hervorgerufen werden. Zum Beispiel an Durchfall, Cholera, Typhus und Gelbsucht. Viele dieser Krankheiten verlaufen tödlich.
Deshalb hilft UNICEF in über 100 Ländern, die Wasser- und Hygienesituation für Kinder dauerhaft zu verbessern. Denn die Kinder leiden am meisten, wenn sauberes Trinkwasser knapp wird.
Im Juni hat UNICEF einen neuen Bericht zu diesem Thema veröffentlicht. Der Report heißt "Mein Recht auf Wasser". Er untersucht ganz gezielt, wie die ärmsten Familien dieser Welt mit Wasser versorgt werden.
Die Ergebnisse des neuen Wasserberichts
Wasserversorgung der ärmsten Familien
- 780 Millionen Menschen weltweit haben bis heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- 2,5 Milliarden Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Toiletten.
- Jedes Jahr sterben 1,1 Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen. Die Ursache dafür sind die schlechten hygienischen Verhältnisse und verunreinigtes Wasser. Dabei könnte schon einfaches Händewaschen mit Seife die Gefahr von Durchfallerkrankungen um rund 45 Prozent verringern.
- Von den Fortschritten profitieren oft nur die ohnehin schon Wohlhabenden. Bei den Ärmsten dagegen kommen die Fortschritte nicht an. Ein Beispiel: In Indien haben unter dem reichsten Fünftel der Bevölkerung fast alle Menschen (nämlich 98 Prozent) sanitäre Einrichtungen. Unter dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung hat dagegen fast niemand einen Zugang zu Toiletten. Ein anderes Beispiel: Wenn arme Familien in Indien bei privaten Wasserhändlern Wasser kaufen, dann zahlen sie dafür bis zu 50 mal mehr als ihre wohlhabenden Nachbarn, die an ein Wasserversorgungsnetz angebunden sind.
- Sauberes Wasser wird in immer mehr Regionen zum kostbaren Gut. Im Jahr 2000 herrschte bereits in 30 Ländern absolute Wasserarmut. In den nächsten Jahren werden weitere Länder mit Wassermangel hinzukommen. Die Gefahr von Auseinandersetzungen wird damit immer größer. Es könnte zu Konflikten um Brunnen und zu bewaffneten Kämpfen kommen.
Fotostrecke "Mein Recht auf Wasser"
extras
mehr infos
Viele weitere Infos zum UNICEF-Report "Mein Recht auf Wasser" bekommt Ihr auf der UNICEF-Website




















UNICEF