Überschrift

unicef-juniorbotschafter 2012

Platz 2: „All inclusive – Wir sind hier“

Projekt der Don-Bosco-Förderschule des Kreises Soest

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Don-Bosco-Schule in Lippstadt haben sich gemeinsam mit ihrer Partnerschule in Litauen mit den Rechten behinderter Kinder beschäftigt. Unter dem Motto „All inclusive – Wir sind hier“  besuchten die 14-18-Jährigen sich gegenseitig, sprachen mit Politikern im Landtag NRW und machten eine Ausstellung.

Die Don-Bosco-Schule ist als Förderschule des Kreises Soest (NRW) spezialisiert auf die sonderpädagogische Förderung geistig behinderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Unterstützt durch das Programm „Europeans for Peace“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ konnten sich die Oberstufen-Schüler aus Lippstadt im Schuljahr 2010/2011 mit ihrer Partnerschule aus Litauen treffen und mit ihnen über die Kinderechte reden.

Mit der Behinderteninitiative Lippstadt gingen die Schülerinnen und Schüler durch ihre Stadt und überprüften, ob für Menschen mit Behinderung „alles gut“ ist. Sie besuchten den Landtag NRW und sprachen mit Politikern. Außerdem haben sie sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte beschäftigt und in die Zeit des Nationalsozialismus zurückgeblickt, in denen Menschen mit Behinderung ihrer Rechte beraubt wurden. Besonders bewegte sie die Geschichte von Anna Lehnkerin, die 1940 in der Heilanstalt Grafeneck ermordet wurde. Im Februar/März 2011 statteten sie einem benachbarten Gymnasium in Lippstadt einen Besuch ab. Im Juni 2011 starteten sie zum Gegenbesuch nach Litauen, dem Berufskolleg Radviliskis technology and business teaching center, und sprachen über das Gelernte.

 
Im Juli präsentierten sie ihr Wissen über ihre Rechte in einer Ausstellung. „Wir haben Rechte. Das war nicht immer so. Alle Menschen müssen darauf achten. Ihr Fazit: „Wir sind hier! Wir gehören dazu! Wir sind ein Teil vom Ganzen. Wir wollen uns beteiligen.“ In ihrer ganz eigenen Sprache fassten sie ihr Projekt in einem Flyer zusammen und kommen zu dem Ergebnis: „Es wird viel getan, um die Rechte von Menschen mit Behinderung zu verwirklichen. Aber es muss trotzdem noch viel getan werden.“

Begründung der Jury

Mitsprechen, mitmachen, mitbestimmen – das wollen die Schülerinnen und Schüler der Don- Bosco-Schule in Lippstadt. Die Jury fand es toll, dass die Kinder und Jugendlichen sich mit den Rechten der Menschen mit Behinderung beschäftigt haben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Projekt in eigener Regie durchgeführt haben. Dabei blieben sie nicht nur unter sich, sondern konfrontierten Politiker und Schülerinnen und Schüler von anderen Schulen mit dem Thema.